Wer im Netz unterwegs ist, startet seinen Surf-Ausflug meist über Suchmaschinen wie Google oder Yahoo. Häufig speichern die aber jahrelang personenbezogene Daten wie IP-Adresse und Suchverhalten. Die Metasuchmaschine
Ixquick, die auch vom
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung empfohlen wird, respektiert hingegen den Datenschutz und löscht solche Daten nach eigenen Angaben bereits innerhalb von 48 Stunden.
Firewall gegen Schnüffelei
Laut den Betreibern der bereits 1998 gestarteten, alternativen Suchmaschine mit Sitz in New York und den Niederlanden, ist Ixquick bisher der erste und einzige Anbieter, der eine solche Datenlöschung in diesem Zeitraum vornimmt. Nach Ansicht von Ixquick sollte der Datenschutz gewährleistet sein und Details der Suche nie in die falschen Hände geraten. Benutzerprofile anhand der Anfragen erstellt Ixquick nicht. Ein
Daten-GAU, wie 2006 die Web-Veröffentlichung persönlicher Daten von 600.000 AOL-Nutzern, soll durch schnelle Löschung von privaten Daten verhindert werden.
Elf Suchmaschinen werden durchsucht
Sicher surfen im Netz mit Ixquick.
Screenshot: onlinekosten.de
Ixquick verliert durch die Löschung solcher Daten jedoch nicht an Qualität. Stattdessen wird durch Zugriff auf elf große Suchmaschinen wie Google, Yahoo, Altavista oder Wikipedia, das Ergebnis eher verbessert. Um das Resultat zu verbessern, werden die gefundenen Treffer analysiert und nach Relevanz bei den großen Suchmaschinen gewichtet. Viel Datenwerbemüll soll dabei ausgefiltert werden. Informationen können in 18 Sprachen abgefragt werden. Über die normale Internetsuche hinaus bietet Ixquick auch die Suche nach Telefonnummern, Videos und Bildern.
Jörg Schamberg