Der
Mobilfunkmarkt in Deutschland befindet sich im Wandel. Simple Angebote in Form minutenbasierter Abrechnung sterben aus, Tarife mit monatlichen Inklusivminuten,
Discount-Tarife oder auch
Flatrates gewinnen zunehmend Marktanteile.
E-Plus hat in den zurückliegenden Monaten einen durchaus bemerkenswerten Schritt gewagt. Der eigentlichen Kernmarke wurden Zweit- und Drittmarken zur Seite gestellt, die alle eine bestimmte Zielgruppe ansprechen sollen.
E-Plus gewinnt mit seiner Markenvielfalt
"Am Anfang haben viele gesagt: 'Das kann doch nicht gut gehen.'", sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks am Montag in Düsseldorf. Heute wisse man, den richtigen Schritt getan zu haben. Ein Blick auf die
Quartalszahlen belegt: E-Plus zieht mit seiner Markenvielfalt, zu der zum Beispiel
Base,
simyo,
Ay Yildiz oder auch Partnerbrands wie
Aldi Talk oder
blau.de gehören, viele Kunden an. Inzwischen telefonieren etwa sieben Millionen Kunden mit einer Eigen- oder Kooperationsmarke der E-Plus-Gruppe.
Der Prinzip, das Dirks seiner Mannschaft einzuimpfen versucht, ist klar: "Wir müssen es anders machen als der Wettbewerb", sagt er. Man müsse weg von Handy-Subventionen und Mobilfunk als Marke solle inszeniert werden. "Der Kunde muss verstehen, dass hochwertige Hardware einen Wert hat", so Dirks.
Noch stärkere Abgrenzung
Künftig sollen die E-Plus-Marken noch stärker gegeneinander abgegrenzt werden, um sich besser am Markt positionieren zu können. So soll zum Beispiel Base als Flatrate-Marke ausgebaut werden. In einem ersten Schritt sind die Tarife
Base 1 und
Base 2 ab dem 1. Februar mit
60 Inklusivminuten im Monat für netzexterne Gespräche ausgestattet. "Wir werden Base als Megamarke zelebrieren", verspricht Dirks verheißungsvoll. Kunden sollen künftig verschiedene Gratis-Leistungen nutzen können.