Die Software mit dem Namen "Streamer" ermöglicht, wie der Name schon sagt, das Streamen von Spielen zwischen verschiedenen Rechnern. Jetzt ist es sogar möglich, mittels des "Linux Streamer Players" von XP- oder Vista-Rechnern auf Linux-Systeme zu streamen. Das geht auch die Playstation 3, sofern diese mit Linux "nachgerüstet" wurde. Laut Hersteller wurden die Distributionen Ubuntu and Yellow Dog Linux bereits erfolgreich getestet. Die Redaktion von onlinekosten.de hat einen kurzen Blick auf das Programm riskiert.
Online-Spiele mal anders
Nach der obligatorischen Registrierung auf der
Website von StreamMyGame kann die Software direkt heruntergeladen werden. Das knapp drei Megabyte (MB) große Programm lässt sich ebenso schnell herunterladen wie installieren. Nach der Installation befinden sich zwei neue Programme im Startmenü: der Stream Player sowie der Stream Server. Da der Player bei Bedarf automatisch startet, ist zunächst einmal nur letzterer interessant. Nach dem Start des Stream Servers kann es auch schon fast losgehen. Auf der Website unter dem Punkt "Your Home" lässt sich der Dienst nun konfigurieren. Einfach den Pfad der *.exe-Datei des entsprechenden Spiels angeben, Beschreibung und Gruppe hinzufügen – fertig. Einzige Voraussetzung ist neben einem schnellen Netzwerk natürlich, dass das gewünschte Spiel auf dem Rechner installiert ist. Anschließend kann man sich an den PC begeben, auf den das Game übertragen werden soll: auf der Website einloggen und "Stream Game at Home" starten. Allerdings muss auf jedem PC, zu dem gestreamt wird, ebenfalls die Software installiert werden.
Licht und Schatten
Der Hersteller arbeitet bereits an einer netzwerkunabhängigen Lösung, somit könnte man von jedem Rechner auf der Erde auf seine heimische Spielesammlung zugreifen. Fast schon langweilig ist dagegen die Möglichkeit, Spielinhalte auch auf mehrere andere Monitore zu streamen. Im Test in einem Netzwerk mit 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) machte das Programm einen guten Eindruck, auch wenn die Hilfestellungen der Website eher verwirren, als nützen. Testkanditaten waren die beliebten Spiele Command&Conquer 3 und Warcraft 3. Bei EAs Krieg der Welten funktionierte alles einwandfrei, Blizzards Strategiehit war leider nicht spielbar. Die Auflösung ließ sich trotz Voreinstellung nicht dazu bewegen, die 320x240 Pixelmarke zu überschreiten. Wer sich jetzt fragt, ob sein Lieblingsspiel läuft, findet auf der Website eine Liste von Spielen, die bereits getestet wurden.
Ganz umsonst ist der Spaß leider nicht. Bei der Standard-Mitgliedschaft ist die Auflösung der Streams auf 640x480 Pixel begrenzt. Für 9,99 US-Dollar im Jahr erhält man maximal 1280x720 Bildpunkte. Unbegrenzte Auflösungshöhen gibt es erst als Unlimited-Mitglied für 19,99 US-Dollar.
Kleine Ruckler, große Wirkung
Wer Interesse an StreamMyGame hat, kommt um die 9,99 US-Dollar nicht herum. Die beschränkte Auflösung trübt sonst den Spielspaß erheblich. Zum Ausprobieren eignet sich die kostenlose Standardvariante hingegen ausgezeichnet. Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Das Spiel, welches gestreamt werden soll, muss absolut flüssig laufen, sonst sorgen schon kleine Ruckler für längere Pausen auf dem Ziel-PC.