Effizienz und Kostensenkung haben bei
Versatel ab sofort höchste Priorität. Mit Hilfe eines nun angekündigten Sparprogramms sollen bis 2009 30 Millionen Euro eingespart werden.
200 Stellen werden abgebaut
Kurzfristig soll das Ergebnis verbessert werden, denn die Bilanzen der ersten beiden Quartale 2007 hatten
rote Zahlen geliefert. Langfristig ist eine bessere Wettbewerbsfähigkeit angedacht. Nach Angaben von Peer Knauer, Vorstandsvorsitzender von
Versatel, sei die Marktlage schwierig und weitere Preissenkungen und Umsatzrückgänge auch für die Zukunft zu erwarten. Die Organisationsstruktur solle schlagkräftiger werden und zu diesem Zweck verschlankt werden.
Im Klartext: Bundesweit sollen 200 Stellen aus allen Bereichen und an allen Standorten abgebaut werden. Derzeit zählt die Belegschaft an 14 Standorten etwa 1400 Mitarbeiter. Die Versatel-Zentrale in Düsseldorf wird stärkere Bedeutung bei der Lenkung des Geschäfts erhalten. Sechs regionale Standorte werden bis Ende 2010 geschlossen. Für die Versatel-Kunden sollen diese internen Strukturveränderungen keine Auswirkungen haben. Die Versatel-Shops sollen erhalten bleiben.
"Wir bleiben unserem kundennahen Ansatz treu. Unsere Kunden werden vor Ort weiterhin ihre Ansprechpartner für Technik- und Servicefragen haben," bemerkte Peer Knauer hierzu. Versatel hatte Ende 2006 über 600.000 Kunden unter Vertrag.
Vorstand wird erweitert
Der Versatel-Vorstand soll auf vier Ressorts erweitert werden. Dennoch soll auch in den oberen Etagen die Anzahl der Führungskräfte verringert werden. Die Beratungsgesellschaft Roland Berger Strategy Consultants hatte zusammen mit Versatel die Sparstrategie erarbeitet, die nun umgesetzt wird.
Seit Ende letzten Jahres ist auch United Internet an Versatel beteiligt. In dieser Woche hatte der Internetkonzern bekanntgegeben, dass er nun seine Beteiligung sogar auf
25,05 Prozent erhöht habe.
Jörg Schamberg