Die EU-Kommission macht Druck auf die Mobilfunkkonzerne, die Preise für die Handynutzung im Ausland weiter zu senken. Offensichtlich reicht der bereits eingeführte
Euro-Tarif noch nicht aus, um die zuständige Medienkommissarin Viviane Reding zufrieden zu stellen.
Abrechnung in der kritik
Sie kritisierte am Donnerstag in Brüssel, Anrufe würden den Kunden auf Minutenbasis in Rechnung gestellt. "Zum Beispiel wird einem Kunden für ein 20-Sekunden-Gespräch eine ganze Minute berechnet." Ob neue Vorschriften nötig sind, will Reding Ende des Jahres entscheiden.
Datenpreise sollen sinken
Sorgen machen der Luxemburger Kommissarin auch weiter die hohen Tarife für SMS und Datendienste im Ausland.
Nach Vodafone hatte zuletzt auch o2 Germany eine Preissenkung in Aussicht gestellt und eine
Tages-Flatrate für die mobile Datenkommunikation im EU-Ausland angekündigt.
Die EU hatte die Preise für die Handynutzung im Ausland im vergangenen Sommer gedeckelt. So dürfen abgehende Gespräche in einem Netz im EU-Ausland einschließlich Mehrwertsteuer nicht mehr als
58 Cent pro Minute kosten. Schrittweise wird dieser Minutenpreis bis Mitte 2009 weiter sinken.
Hayo Lücke
/ afp