Arcor sieht seine potentiellen Kunden in einem Dilemma: gerne würden diese die Dienste des Internets in Anspruch nehmen – wenn sie nur wüssten wie. Schon vor einigen Monaten hatte der Internet- und Telefonanbieter deshalb mit lautem Getöse eine Service-Offensive gestartet, der Tonus: Wir bringen DSL-Anfänger ins Internet – egal, was es kostet. Seitdem stellt Arcor seinen Neukunden nicht nur einen kostenlosen Techniker zur Seite, auch die
sprechende Easy-Box soll bei der Einrichtung des Internet erste Hilfe leisten. Für die Cebit plant Arcor nun seinen Dienst am Kunden weiter auszubauen – und verspricht auch für alte Breitband-Hasen einige interessante Neuerungen.
Easy-Box beherrscht PC-Sprache
Im Zuge des Projektes "barrierefreies Internet" will Arcor die Sprachfähigkeit seiner Easy-Box stark erweitern. Zukünftig soll der Router nicht nur mit dem Benutzer, sondern auch direkt mit dem Rechner kommunizieren: Auf Knopfdruck soll sie die WLAN-Verbindung automatisch einrichten. Dank des "WiFi Protected Setup" (WPS) genannten Verfahrens tauscht die Box seinen Schlüssel mit dem PC aus. Laut Arcor soll dazu ein Knopfdruck am Gerät genügen.
Doch damit nicht genug: Um den unerfahrenen Nutzer nicht den komplizierten Programmwelt eines Betriebssystems auszusetzen, stellt Arcor die Easy-CD vor. Dabei handelt es sich um ein bootfähiges, auf Linux-aufsetzendes Mini-OS, das keinerlei Vorkenntnisse voraussetzt. Das Internet wird in einer gesicherten Umgebung aufgerufen – völlig unabhängig von der eigentlichen Rechnerkonfiguration.
Als weitere Maßnahme führt Arcor zudem eine neue Set-Top-Box ins Feld. Wer aus Kosten- oder Nervengründen einen PC meiden will, kann dank ihr und einer drahtlosen Tastatur am Fernseher surfen. Der abgespeckte Browser bettet das WWW in das laufende TV-Programm, sodass die Internetfunktion als weiterer Sender in der Kanalliste erscheint.