Mittwoch, 16.01.2008 16:39

Samwer-Brüder steigen bei Facebook ein

aus dem Bereich Sonstiges
Das schnell wachsende internationale Community-Netzwerk Facebook ist in den Fokus der deutschen Internetunternehmer Alexander, Oliver und Mark Samwer geraten. Sie gaben eine finanzielle Beteiligung an Facebook bekannt. Damit gehören sie neben dem Softwarehersteller Microsoft, der im Oktober 2007 für rund 240 Millionen US-Dollar bei Facebook eingestiegen ist, und dem Milliardär Li Ka Shing zu einem exklusiven Kreis von Investoren.

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15 Millionen US-Dollar investiert

Die drei Brüder, die sich durch Gründung des Internetauktionshauses Alando und des Klingeltonanbieters Jamba einen Namen gemacht haben, sollen sich nach Angaben des "Wall Street Journals" mit geschätzten zehn bis 15 Millionen US-Dollar an Facebook beteiligt haben. Sie selbst machten jedoch keine Angaben zur Höhe des Investments, da mit Facebook Stillschweigen vereinbart worden sei, wie sie in einem Interview mit "Spiegel Online" erklärten. Bisher gebe es auch nur eine Investitionszusage und noch keine unterzeichneten Verträge.

Vorbereitung des europäischen Starts von Facebook

Ein Einstieg ausgerechnet bei Facebook ist bemerkenswert, da die Community bei einem deutschen Start sich der starken Konkurrenz des Studentennetzwerkes StudiVZ gegenüberstehen wird. StudiVZ ist einst mit Geld der Samwer-Brüder aufgebaut worden und unangefochtene Nummer Eins in Deutschland im Bereich der sozialen Netzwerke. Alexander Samwer ist stolz darauf, dass die Brüder für Facebook nun einer der wichtigsten Partner für die Expansion in Europa sind. Im ersten oder zweiten Quartal 2008 ist der Start in mehreren europäischen Ländern in der jeweiligen Heimatsprache geplant. "Facebook ist schon jetzt Lichtjahre voraus", sieht Samwer das internationale Portal klar im Vorteil.

Das Investment sei langfristig gedacht, da soziale Netzwerke die Fernsehsender der Zukunft seien. Viel Zeit würde dort verbracht. Pläne von Google für ein eigenes soziales Netzwerk fürchtet er nicht, da Facebook bisher noch nichts Ernsthaftes entgegengesetzt worden sei.

Jörg Schamberg
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