Inhaber von Internetadressen werden immer häufiger Opfer von Online-Betrügern. Davor warnt jetzt aktuell das zur United Internet-Gruppe gehörende Kölner Unternehmen
Sedo. Der Betreiber der laut eigenen Angaben weltweit größten Handelsplattform für
Internet-Domains stellt auch gleich die drei häufigsten Betrugsformen vor.
Platz 1: Gutachten-Betrug
Besonders beliebt bei den Online-Betrügern ist der so genannte Gutachten-Betrug. Hier bekommt der Domain-Inhaber eine freundlich formulierte E-Mail von einem potentiellen Käufer, der vorgibt, Interesse am Kauf der Domain zu haben. Das ist an sich kein ungewöhnlicher Vorgang, wäre da nicht der Hinweis an den Eigentümer der Domain, zwecks einer besseren preislichen Verhandlungsbasis ein
Wertgutachten auf dessen Kosten erstellen zu lassen. Ansonsten seien weitere Verhandlungen leider nicht möglich.
Hellhörig sollten Domaininhaber auch werden, wenn in der gleichen E-Mail auch Anbieter von Gutachten genannt werden. Wird dann eine in aller Regel kostenpflichtige Bewertung durchgeführt, hat sich Kaufangebot plötzlich in Luft aufgelöst. Laut Sedo steckt in diesen Fällen der potentielle Käufer direkt oder indirekt hinter den Gutachten-Anbietern. Deshalb rät das Unternehmen den Verkäufern, dass der Interessent die Kosten für das Domaingutachten übernehmen solle und im Falle einer Einigung später mit dem Kaufpreis verrechnet werde.
Platz 2: Provider-Betrug
Bei dieser Masche ist besondere Vorsicht geboten, da sie den Verlust der eigenen Internetadresse zur Folge haben kann. So erhalten Domain-Besitzer von ihrem vermeintlichen
Provider eine E-Mail, in der sie daran erinnert werden, dass die Laufzeit der Internetadresse bald abläuft und verlängert werden sollte, damit sie nicht an den Registrar zurück gegeben wird.