Mit einiger
Verzögerung wegen fehlender Unterlagen scheint das Unternehmen
Mobile 3.0 nun das Ziel erreicht zu haben. Die
Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten empfahl nach Begutachtung des
überarbeiteten Sendeantrags auf ihrer aktuellen Sitzung am Dienstag Mobile 3.0 als Plattformbetreiber für das mobile Handy TV im
DVB-H Standard.
Dreijähriger Probebetrieb
Zunächst soll spätestens am 1. Juni 2008 ein dreijähriger Probebetrieb für das mobile Handy-TV gestartet werden. Jede der 14 Landesmedienanstalten muss in den Bundesländern zwar noch einzeln eine Lizenz an Mobile 3.0 erteilen, doch dies soll noch rechtzeitig vor dem Beginn der Fußball Europameisterschaft geschehen. Der künftige Plattformbetreiber Mobile 3.0 selbst muss nun noch seine restlichen Hausaufgaben erledigen und letzte technische Details mit Dienstleistern wie der T-Systems-Tochter Media&Broadcast klären. Zusammen wollen die beiden Unternehmen ein bundesweites DVB-H-Sendenetz errichten.
Startschuss für DVB-H
Mit den größten Programmanbietern hat Mobile 3.0 bereits Vereinbarungen unterzeichnet. So sind neben den öffentlich-rechtlichen Anbietern ARD und ZDF auch die großen privaten Mediengruppen RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 mit an Bord. Neue Angebote sollen die Anbieter regiocast mit dem Fußball Bundesliga-Radio kick.fm und Deutschland24 mit regionalem TV liefern. Rudi Gröger, Präsident von Mobile 3.0., zeigte sich sehr erfreut über die Entscheidung der Landesmedienanstalten und versprach nach genauer Prüfung der Empfehlungsunterlagen die Bekanntgabe der nächsten Schritte in den nächsten Tagen. "Der Startschuss für DVB-H ist gefallen.", so Gröger.
Deutschland gehört mit dem baldigen Start von DVB-H zu den ersten europäischen Ländern, die mobiles Fernsehen realisieren.
Jörg Schamberg