Auch im neuen Jahr können Computeruser keine Pause einlegen beim Updaten ihrer Softwareprogramme. Aktuell hat gerade Apple mit der neuen Version 7.4 seines
Quicktime Videoplayers vier kritische Lücken geschlossen, da meldet Microsoft ein Sicherheitsproblem im Tabellenprogramm Excel.
Quicktime 7.4 Update
Für den in den letzten Monaten
häufiger mit Sicherheitsproblemen kämpfenden Quicktime Player stellt iPod-Hersteller Apple auf seiner
Downloadseite ab sofort die gefixte Version 7.4 zur Verfügung und schließt damit vier Sicherheitslücken. Die Updates betragen je nach Betriebssystem zwischen 22 und 55 Megabyte (MB) Zuvor war es möglich gewesen unter anderem mit Hilfe entsprechend präparierter Filme Schadcode auf dem Rechner zu installieren und den Rechner mit Zugriffsrechten des Nutzers zu starten. Das Update ist auch in deutscher Sprache verfügbar und auch über die Update-Funktion im Quicktime-Player erhältlich.
Noch kein Fix für Excel-Sicherheitslücke
Softwaregigant Microsoft hat ebenfalls
wiederholt eine
Sicherheitswarnung für das weit verbreitete Tabellenprogramm Excel herausgegeben und arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Prüfung eines möglichen Updates für das Sicherheitsleck, das bereits aktiv für gezielte Angriffe ausgenutzt worden sein soll.
Betroffen sind die Excel Versionen 2000, 2002, 2003 sowie der Excel Viewer 2003. Auch die Version Excel 2004 für den Mac ist gefährdet. Neue Versionen des Office-Programmes sind nach derzeitigem Prüfungsstand von dem Problem nicht berührt. Höchste Vorsicht ist daher bei unverlangt eingesendeten Excel-Dateien geboten, denn das Öffnen der Datei soll bereits ausreichen, um Schadcode auf das System zu schleusen. Zunächst kann als erster Schritt mit Hilfe der MS Office Isolated Conversion Environment (MOICE) schädlicher Code herausgefiltert werden, indem die Excel-Dateien umgewandelt werden. Hierfür muss jedoch ein installiertes Office 2003 oder 2007 vorhanden sein.
95 Prozent der Computer ohne aktuelle Updates
Die beiden oben genannten Beispiele zeigen, dass die Sicherheitslage für Computernutzer zunehmend kritischer wird. Nach einer Untersuchung von Secunia, einem dänischen Hersteller von IT-Sicherheitsprodukten, fanden sich auf rund 95 Prozent von 20.000 Anfang Januar 2008 untersuchten Computern nicht die aktuellen Versionen der installierten Softwareprogramme. Auf fast 42 Prozent der Computer wurden mindestens elf unsichere Programme entdeckt, lediglich 4,5 Prozent aller Computer waren auf dem aktuellen Sicherheitsstand. Da die Untersuchung der Rechner über das von Secunia auf der Webseite bereitgestellte Testprogramm PSI durchgeführt wurde und vor allem eher sicherheitsbewusste Internetuser diese Seite besuchen, geht Secunia sogar von noch höheren Zahlen unsicherer PCs aus.