Die angekündigte
Schließung des Nokia-Werks in Bochum betrifft womöglich fast doppelt so viele Beschäftigte, wie bislang bekannt. Neben den 2300 Stellen in dem Nokia-Werk seien weitere 2000 Jobs in Gefahr, berichtet die Rheinische Post in Düsseldorf.
Auch Zulieferer betroffen
Dabei handele es sich um 1000 Stellen bei Zulieferbetrieben in der Region und weiteren 1000 Stellen von Leiharbeitern. Derzeit prüfe die Gewerkschaft IG Metall, an welchen Standorten mit weiterem Stellenabbau zu rechnen sei, hieß es in dem Bericht weiter. Auch die Deutsche-Post-Tochter DHL erwägt laut einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeine Zeitung" wegen der Nokia-Entscheidung Stellenstreichungen.
Deutschland zu teuer?
Der finnische Mobilfunkhersteller Nokia hatte am Dienstag mitgeteilt, seine Handy-Produktion in Deutschland einzustellen. Als Grund nannte das Unternehmen fehlende Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Arbeitskosten und ein "generell hohes Kosteniveau" in Deutschland. Die bislang in Bochum herstellten Mobiltelefone sollen künftig in Ungarn, Rumänien und Finnland produziert werden.
Aleksandra Leon
/ afp