EU-Kommissarin Viviane Reding kann einen ersten Erfolg im Kampf für
günstigere Daten- und
SMS-Preise innerhalb der EU verzeichnen. Als erster Anbieter reagiert der Mobilfunk- und
DSL-Anbieter
o2 auf eine Brüsseler Forderung, die günstigere Preise für die mobile Datenkommunikation fernab der eigenen Landesgrenzen vorsieht.
Neue Tagesflat
Bisher ist das mobile Internet-Surfen im Ausland für deutsche o2-Kunden ein teures Vergnügen. Ab Juni sollen pro Tag maximal 17,50 Euro anfallen. Wer weniger surft, zahlt ab März pro angefangenen zehn Kilobyte sieben Cent. Das ist für Otto-Normal-Surfer zwar trotzdem ein teurer Luxus, aber in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Wettbewerber
Vodafone bietet einen ähnlichen Tarif bereits an. Das Angebot
Websessions kann in ausgewählten Partnernetzen im Ausland genutzt werden und kostet pro Tag 14,95 Euro.
Ebenfalls wird von o2 der Preis für den SMS-Versand im EU-Ausland gesenkt. Prepaidkunden sollen bereits ab Februar statt 49 Cent nur noch 39 Cent bezahlen müssen, Vertragskunden statt 39 Cent nur noch 29 Cent. Ab März fällt schließlich auch der MMS-Preis aus dem Ausland. Prepaidkunden zahlen statt 1,29 Euro pro Multimedianachricht nur noch 69 Cent, Vertragskunden 74 Cent pro angefangenen 50 Kilobyte. Der Empfang von MMS im Ausland ist für Prepaidkunden kostenlos möglich. Vertragskunden zahlen pro angefangenen 50 Kilobyte 35 Cent.
Automatische Preissenkungen
Die Preissenkungen von o2 gelten in allen Ländern der EU, Norwegen, Liechtenstein und Island. Postpaid-Kunden profitieren außerdem in der Schweiz, Kroatien und Andorra von den günstigen Gebühren. Die neuen Konditionen gelten automatisch.
Hayo Lücke