Schon wieder mal das dringend benötigte Ladekabel für das Handy verlegt oder vergessen den Laptop aufzuladen? Geht es nach den amerikanischen Firmen Fulton Innovation und Splashpower, so soll dies in Zukunft nicht mehr vorkommen. Stattdessen stellten sie auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas Prototypen von Lösungen vor, die eine kabellose Stromübertragung ermöglichen sollen.
Ende des Kabelchaos
Schaut man heute unter seinen Schreibtisch so findet sich dort häufig ein Gewirr an Kabeln, die dann in mehreren Steckdosen verschwinden. Fulton Innovation will damit aufräumen und zeigte mit der
eCoupled genannten Lösung eine Schreibtischplatte, auf der Handys, MP3-Player oder sogar Laptops ohne Stromkabel aufgeladen werden können. Genutzt wird dabei die schon länger bekannte elektromagetische Induktionstechnik, bei der über leitfähige Spulen Strom mittlerweile über Entfernungen von bis zu rund zwei Metern übertragen werden kann.
Zukunftsvision: Kabelloser Strom für den Haushalt
Bild: Fulton Innovation
In Zusammenarbeit mit einem bekannten Notebookhersteller hatte Fulton zur Demonstration auf der Messe ein Laptop konzipiert, das für die Induktionstechnik angepasst wurde. Die Spanne möglicher Einsatzgebiete ersteckt sich aber auf nahezu alle denkbaren Geräte. So sind im Niedrigenergiebereich die Aufladung von MP3-Playern, im mittleren Bereich die Versorgung von Laptops bis hin etwa zu elektrischen Grillpfannen mit hohem Energieverbrauch geplant. Die "Basisstation" zum Aufladen soll nach dem eCoupled-Konzept bereits in Schreibtischplatten, Regalbrettern oder Küchenarbeitsplatten integriert sein. Die verschiedenen Geräte müssen nur noch auf die Flächen abgelegt werden und laden sich automatisch auf. Nach Angaben des Herstellers würde die neue Technik sicher sein und helfen Energie zu sparen.
Splashpower Basisstation zur kabellosen Aufladung
Screenshot: onlinekosten.de
Die Vision von
Splashpower, die auf der CES ein ähnliches Konzept vorstellten, ist es jedes Gerät überall zu jeder Zeit aufladen zu können. In drei bis fünf Jahren soll der Durchbruch gelungen sein und in Autos, Cafes oder Hotels überall ein Aufladen von Geräten möglich sein.
Die Splashpower-Lösung sieht jedoch eine Basisstation vor. Handys, MP3-Player und andere kleine Geräte müssen zum Aufladen nur auf die Ablage der Basisstation gelegt werden.
Jörg Schamberg