Die Welt der Gadgets könnte so schön sein, wenn da nicht diese Hobby-Bastler wären, die scheinbar nichts Besseres zu tun haben, als jedes Technikspielzeug erstmal gründlich auseinanderzunehmen und zu modifizieren. Anschließend veröffentlichen sie dann – allen Lizenzvereinbarungen und Herstellerwarnungen zum Trotz – ihre Erkenntnisse und Bastelanleitungen im Internet und empfehlen sie auch noch zur Nachahmung. Die so genannten Modder entwickeln sich gerade für Apple zum Alptraum: Das heiß begehrte iPhone wurde direkt
mehrfach gehackt, jüngst
assimilierte der Elektronikkonzern sogar einen der ersten iPhone-Hacker kurzerhand mit einem Arbeitsvertrag. Jetzt hat ein Team namens
Touchmods den
iPod Touch mit einer Telefon-Funktion gepimpt.
Pimp my MP3-Player
Der iPod Touch sieht zwar aus wie ein iPhone, kann aber nicht telefonieren. Damit wollten sich die Jungs von Touchmods wohl nicht zufrieden geben und haben eine Applikation entwickelt, mit der das Gerät im Handumdrehen zum WLAN-Telefon wird. Die Software SIP-VoIP in der Version 1.0 liefert dabei die Basis, um einen beliebigen VoIP-Account einrichten zu können. In ihrem Weblog haben die Bastler eine Liste der SIP-Provider veröffentlicht, die mit der Applikation funktionieren sollen, darunter unter anderem sipgate.com oder auch Voipbuster. Vorteil: Der iPod Touch ist mit integriertem WLAN und Apples
Safari-Browser ausgestattet. So ist es auch möglich, sich unterwegs an kostenpflichtigen Hotspots anzumelden, um online zu gehen.
Applikation und Mikrofon
Mit der Touchmods Applikation können Anrufe per Internet geführt werden, eingehende Telefonate sind bislang jedoch nicht möglich. Generell soll die Lösung aber mit jedem beliebigen SIP-Service funktionieren. Um nun den MP3-Player als Telefon nutzen zu können, braucht der iPod Touch ein Mikrofon. Ein passendes Gerät wird direkt über den Weblog von Touchmods angeboten. Das Gerät wird über einen Stecker mit dem Anschluss für die Docking-Station verbunden. Interessenten können sich für eine Vorbestellung des Mikrofons online registrieren. Dazu reicht die Angabe der E-Mail-Adresse.
Der Preis des Zubehörteils soll knapp 30 Euro betragen. Es werden jedoch auch schon erste Ideen gesammelt, wie der Einsatz eines Headsets realisiert werden könnte.