Dienstag, 08.01.2008 14:01

CES: Intel setzt auf mobiles Internet

aus dem Bereich Computer
Die Nutzung des Internets ist im Umbruch. Sie ist nicht mehr alleine beschränkt auf den Zugang über stationäre Computer. Immer mehr mobile Endgeräte erhalten Zugriff auf das weltweite Netz. Dies ist auch die Zukunftsstrategie von Intel, die auf der Messe Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt wurde.

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Zukunftsvision für das Internet

Seit der Einführung des Fernsehens habe man nun die größte Gelegenheit die Verbrauchs- und Unterhaltungselektronik entscheidend zu verändern. Diese Ansicht vertritt Paul Otellini, Präsident der Intel Corporation, und entwirft die Zukunftsvision, dass das Internet von morgen den Anwendern dient. "Die Informationen, die man will, werden geliefert, wann man will, wie man will und überall wo man ist", so Otellini. So könnte etwa ein Amerikaner bei einem Besuch in Peking mit einem mobilen Taschengerät mit Internetzugang, sogenannten Mobile Internet Devices (MIDs), Gebäudebeschriftungen, Restaurant-Menüs und Gespräche in Echtzeit audiovisuell übersetzen. Diese kleinen mobilen Internetgeräte könnten Touristen sicher durch den unbekannten Großstadtdschungel navigieren.

Überwindung von technischen Hindernissen

Damit sich solche Vorstellungen für die breite Masse in den nächsten drei bis fünf Jahren durchsetzen können, sind laut Intel vier Hindernisse zu überwinden, die einem Erfolg im Wege stehen. Prozessoren müssen noch leistungsfähiger und gleichzeitig energiesparender werden. Drahtloser Breitbandempfang müsse weiter ausgebaut werden, damit ein Zugang überall möglich ist. Zudem solle das Internet intelligenter werden, so dass Suchmaschinen einen Anwender beim Finden von Informationen nicht fehlleiten. Schließlich müssten außerdem mehr Endgeräte gebaut werden, die auf natürliche Art mit Sprache oder mit Gestik eine Kommunikation mit dem Internet ermöglichen.

Neue Prozessoren im Anmarsch

Genau an diesen Herausforderungen arbeitet Intel derzeit. Alle 18 bis 24 Monate verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip. Diese zusätzlichen Transistoren können mit neuen Funktionen belegt werden. Intel führte als anschauliches Beispiel auf der CES einen ersten solchen Chip mit Codename "Canmore" vor, der einer neuen Generationen von Set-Top Boxen und Fernsehern eine einfache Integration von Internetanwendungen ermöglichen soll. Das herkömmliche Fernseherlebnis werde verstärkt interaktive Komponenten erhalten. In der zweiten Hälfte 2008 werde dieser neue Intel Chip erhältlich sein und auch in erste PC-Systeme eingebaut werden können.

In der ersten Hälfte 2008 werden die ersten energiesparenden Chips für die Intel-Chipplattform mit Codename "Menlow" erhältlich sein, die speziell auf mobile Endgeräte ausgerichtet ist. Auf dieser Plattform wird der Chip mit Codename "Poulsbo" und der Prozessor namens "Silverthorne" Verwendung finden. Dieses Prozessorpaket wird fünfmal kleiner und zehnmal energiesparender als die mobilen Prozessoren von 2006.
Jörg Schamberg
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