Der Kabelnetzbetreiber
Unitymedia hat sich überraschend schnell von den den im Juli 2007
gekauften Premiere-Aktien getrennt. Wie das Kölner Unternehmen heute bekannt gab, wurden die 16,4 Millionen Anteilspapiere des größten deutschen Pay-TV-Anbieters für insgesamt 287 Millionen Euro an den US-Medienkonzern News Corporation von Rubert Murdoch verkauft. Das entspricht einem Preis von 17,50 Euro pro Aktie.
Frühzeitiger Verkauf
Unitymedia hatte die Premiere-Aktien im Rahmen der Sublizenzierung der Bundesligarechte erworben. Das Bundeskartellamt hatte dem Deal nach ausgiebiger Prüfung zugestimmt, allerdings verfügt, dass die Aktien bis Ende Juni 2009 wieder verkauft werden müssen. Diese Frist hat Unitymedia mit dem heutigen Verkauf früher erfüllt als erwartet.
Unitymedia-Chef Parm Sandhu zeigte sich mit dem Verkaufserlös sehr zufrieden. Mit dem Verkauf seien die gesamten arena-Aktivitäten mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen worden. Wir sehen noch großes Potenzial im deutschen PayTV-Markt und sind davon überzeugt, dass der Zeitpunkt für eine Beteiligung am führenden deutschen Anbieter Premiere jetzt ideal ist", sagte Rupert Murdoch.
Premiere vor Komplettübernahme
Der Einstieg von Murdoch bei Premiere heizt Spekulationen an, wonach der Münchner Pay-TV-Sender schon bald komplett übernommen werden könnte. News Corporation besitzt nun 14,58 Prozent an Premiere und ist damit größter Anteilseigner. Die Premiere-Aktie legte am Montag nach Bekanntwerden um über 20 Prozent zu und notierte am Abend mit 15,15 Euro knapp 18 Prozent im Plus.
Hayo Lücke