In ihrem Bemühen um ein positives Image vor Beginn der Olympische Spiele haben die chinesischen Zensurbehörden einen Film verboten, der im Rotlichtmilieu Pekings angesiedelt ist.
Zu freizügig
"Lost in Beijing" dürfe auf chinesischen Leinwänden nicht gezeigt und auch nicht im Internet verbreitet werden, weil Teile des Films gegen die Regelungen über sexuelle Darstellungen verstießen, hieß es auf der Website der Kontrollbehörde für Rundfunk, Film und Fernsehen. Der Produktionsfirma Laurel Film wurde für zwei Jahre untersagt, neue Projekte anzugehen.
Die Regisseurin Lou Ye und die Darsteller sollten Selbstkritik äußern, hieß es weiter. In "Lost in Beijing" geht es um einen Besitzer eines Massagesalons, der eine Angestellte vergewaltigt. Als sie schwanger wird, beginnt ein Ringen darum, wer sich um das Kind kümmern soll. Der Film wurde im vergangenen Jahr auf der Berlinale gezeigt.
Kampf den Internet-Pornos
Zugleich kündigten die chinesischen Behörden ein härteres Vorgehen gegen die Verbreitung von pornographischen und politisch sensiblen Filmen und Audiomaterial im Internet an. Nur staatlich kontrollierte Einheiten dürften künftig Webseiten mit audiovisuellen Inhalten unterhalten, hieß es in einer Behördenerklärung. Es war zunächst unklar, was die Ankündigung für Webseiten ausländischer Anbieter wie Yahoo oder Google bedeutet.
Hayo Lücke
/ afp