Das war knapp: Am 31. Dezember hat Mobile 3.0, ein Joint Venture von
MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und
NEVA Media GmbH doch noch einen neuen Sendeantrag für das geplante Handy-TV bei den Landesmedienanstalten eingereicht.
Neue Senderbelegung
Das geplante mobile Fernsehen auf Basis des
DVB-H-Standards schien im Oktober 2007
gefährdet zu sein, da den Landesmedienanstalten noch wichtige Unterlagen für eine Prüfung fehlten. Mobile 3.0 hat diese nun zusammen mit einem neuen Vorschlag für eine Senderbelegung vorgelegt. Der potentielle Plattformbetreiber hofft, damit die von den Landesmedienanstalten gemachten Vorgaben zu erfüllen. In den letzten Wochen des Jahres 2007 konnte Mobile 3.0
Verträge mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF sowie mit den privaten Sendergruppen RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 abschließen. Hinzu kommen noch weitere Vereinbarungen mit anderen TV- und Radioanbietern.
Mobile 3.0 ist zuversichtlich
Die Landesmedienanstalten hatten Mobile 3.0 eine Zulassung als DVB-H Plattformbetreiber in Aussicht gestellt, wenn alle Unterlagen vorliegen. Der Präsident von Mobile 3.0, Rudi Gröger, äußerte sich zuversichtlich: "Wir haben unsere Hausaufgaben
gemacht. Die Verträge liegen vor, ein zweiter Geschäftsführer ist im Amt, wir sind im Plan. Damit haben wir die Forderungen der Landesmedienanstalten voll erfüllt."
Von der nun fälligen Entscheidung der Landesmedienanstalten wird es dann abhängen, ob das Handy-TV rechtzeitig zur Fußball-EM im Sommer 2008 starten kann. Mobile 3.0 will nach Erhalt der Sendelizenz zügig mit dem Aufbau eines Sendenetzes und der Markteinführung beginnen.
Jörg Schamberg