Donnerstag, 27.12.2007 11:58

Apple will iPod-Lautstärke zwangsregulieren

aus dem Bereich Computer
Es ist ein schöner Tag, gute Laune, der iPod wird bis zum Anschlag aufgedreht. Gute Musik könnte man bei voller Lautstärke mit Apples MP3-Player wirklich stundenlang genießen. Doch laut einem Bericht der britischen Zeitung "Daily Telegraph" könnte Apple diesem gesundheitsschädlichen Trommelfeuer auf die Ohren demnächst einen Riegel vorschieben.

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Software regelt Lautstärke

Apple soll ein Patent für eine Software angemeldet haben, die bei iPods und iPhones automatisch die Lautstärke regeln soll. In Europa ist eine Lautstärkeregelung auf maximal 100 Dezibel bereits seit Jahren vorgeschrieben und in iPods integriert. Doch selbst diese Lautstärke gleicht noch der eines Presslufthammers. Ein iPod kann stundenlang Musik abspielen, ehe dem Akku die Energie ausgeht. Musikliebhaber können sich also den ganzen Tag lang ihre Ohrmuscheln mit einer Wucht betäuben, die der Intensität eines Discolautsprechers aus einem Meter Entfernung entspricht.

Experten warnen, dass bereits nach 15 Minuten Musikgenuss in dieser Lautstärke Gehörschäden auftreten können. Apple will nach dem Bericht der britischen Zeitung erstmals aus Sorge um die Gesundheit der Nutzer seiner MP3-Player daher Vorkehrungen treffen, um die Lärmbelastung zu begrenzen. Dies ist wohl auch auf starken Druck von Hörgeschädigtenverbänden geschehen. Auch möglichen Klagen könnte Apple durch eine Einführung der Lautstärkenbegrenzung entgegenwirken.

Kein Kommentar von Apple

Die neue Software, die möglicherweise in neuen iPod- und iPhone-Modellen eingesetzt werden könnte, überwacht wie lange der Nutzer der Geräte schon Musik in einer bestimmten Lautstärke hört und regelt dann ab einer bestimmten Grenze die Lautstärke herunter. Ein "Austricksen" durch Ausschalten des iPods und Wiedereinschalten soll nicht möglich sein, da auch die Ruhezeit erfasst wird. Unklar ist derzeit noch, ob Apple seinen Kunden die Möglichkeit gibt, diese Software auf Wunsch auszuschalten.

Von Apples iPod sind mittlerweile weltweit mehr als 100 Millionen Exemplare verkauft worden, das neue iPhone soll bis Ende 2007 4,5 Millionen mal über die Ladentheke gewandert sein. Apple selber gab keinen Kommentar ab zur Einreichung des Patentes.

Jörg Schamberg
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