Mittwoch, 26.12.2007 12:35

Hardware-Ausblick 2008: Intel, AMD und Nvidia

aus dem Bereich Computer
Wie jedes Jahr zum Jahresende lässt man in den letzten Tagen die vergangene Zeit noch einmal Revue passieren. Viel spannender ist aber die Frage, was das neue Jahr bringen wird. Zumindest für den Hardware-Bereich kann die Redaktion diese Frage beantworten: Neue Prozessoren, komplette Plattformen für den Business-, Privat- und Notebook-Markt und natürlich neue Grafikchips und -Lösungen von AMD und Nvidia.

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2007: 45-nm-Fertigung

In Jahren mit ungeraden Zahlen stellt der Chipriese Intel die Fertigung auf die nächst kleinere Transistorstrukturbreite um. In diesem Jahr wurde die Breite von 65 auf 45 Nanometer (nm) verkleinert. Der Quadcore-Prozessor der Penryn-Reihe ist mit mehr als 800 Millionen Transistoren bestückt. Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Der erste Intel Prozessor von 1971 war mit 2300 Transistoren ausgestattet. Die neuen CPUs sollen Unternehmensangaben zufolge rund 30 Prozent weniger Strom benötigen, mehr als 20 Prozent schneller sein oder fünfmal weniger Leckströme verursachen. So kann man für die einzelnen CPUs entweder die Leistung optimieren oder den Stromverbrauch senken. Die entsprechenden Prozessoren für Server und Desktop-PCs sind bereits im Handel, im ersten Quartal 2008 sollen dann die Notebook-CPUs folgen.

2008: neue Architektur

intel_quickpath.jpg
QuickPath soll das gesamte System beschleunigen.
Bild: Intel.
Das kommende Jahr hat eine gerade Zahl, was für Intel immer die Einführung einer neuen Architektur bedeutet: "Nehalem". Die Technik der neuen Prozessoren vergleicht der Halbleiterhersteller mit der Hyper Threading Technology (HTT), die zum Beispiel bei den Pentium 4-Prozessoren zum Einsatz kam. Demnach können auch mit Nehalem mehrere Threads pro Rechenkern parallel ausgeführt werden. Da bis zu acht Kerne auf einem Chip verbaut werden, lassen sich in Kombination mit Simultaneous Multi-Threading (SMT) mehr als 16 Threads gleichzeitig verarbeiten.

Die Nehalem-CPUs werden einen Memory Controller mitbringen, über den sie dann direkt mit dem Arbeitsspeicher Daten austauschen können. So lässt sich ein Grafik-Chipsatz direkt auf dem Prozessor implementieren. Darüber hinaus wird die neue System-Schnittstelle QuickPath ihren ersten Auftritt mit Nehalem haben. Diese ersetzt den Frontside-Bus und soll durch einen schnelleren Datenaustausch das gesamte System beschleunigen. Als Liefertermin nannte Intel-Chef Paul Otellini auf der hauseigenen Messe IDF (Intel Developer Forum) die zweite Jahreshälfte.
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