Geht es nach den Vorstellungen des
Instituto Pedro Nunes (IPN) der portugiesischen Universität von Coimbra und dem finanziellen Unterstützer
Vodafone Portugal, so werden wir uns in der Zukunft mit robotergesteuerten Fahrzeugen fortbewegen.
Fahrzeug fährt selbständig
Auch wenn die Vorstellung von Fahrzeugen ohne Fahrer sich derzeit noch nach Science Fiction anhört, so arbeiten die Entwickler des IPN doch schon seit einigen Jahren im Projekt CyberMoving an solchen Modellen. Ein fahrtüchtiger Prototyp wurde jetzt an der portugiesischen Universität vorgeführt. Das Fahrzeug, das ein wenig den Charme eines Papamobils versprüht, ist komplett computergesteuert und besitzt eine eigene Prozessoreinheit. Durch Nutzung alternativer Energien soll das CyberMoving-Fahrzeug auch einen Beitrag zur Schonung der Umwelt liefern. In einem bestimmten Streckenbereich kann das Fahrzeug vollkommen eigenständig eine Route wählen. Es gibt keine zentrale Steuerung. Die Fahrzeuge können auch auf Anweisungen von Fahrgästen reagieren.
Hindernisse werden erkannt
Sieht so die mobile Zukunft aus?
Foto: ipn.pt
Auf den Sicherheitsaspekt wurde natürlich besonders geachtet. Ultraschall-Sensoren erkennen Personen und Hindernisse auf der Fahrbahn. Das Robotergefährt erkennt auch Verkehrsampeln und bleibt rechtzeitig stehen. Genutzt werden auch drahtlose Kommunikationstechnologien. Per Mobiltelefon mit Mehrfrequenzwahlverfahren kann ein am Straßenrand wartender potentieller Fahrgast ein Cyberfahrzeug zu seinem aktuellen Standort rufen.
Die Entwickler des CyberMoving-Fahrzeugs denken zunächst an einen Einsatz der futuristischen Gefährte auf Geländen von Universitäten, Krankenhäusern oder größeren Industriearealen. Das weitergehende Ziel ist aber der Einsatz im innerstädtischen Verkehr.
Jörg Schamberg