Mittwoch, 19.12.2007 13:31

Die Senderliste für Handy-TV wächst weiter

aus dem Bereich Mobilfunk
Langsam kommt Bewegung in die Bemühungen um ein deutsches Handy-TV. Mobile 3.0, das Joint Venture der Verlagsgruppen Burda Media und Georg von Holtzbrinck sowie Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD), hat erste Kooperationen mit Sendern geschlossen, darunter RTL, ZDF und der ARD. Damit hat das Konsortium eine weitere – jedoch nicht die letzte Hürde genommen. Nachdem es zu Verzögerungen aufgrund ungeklärter Rechteverhältnisse im Sommer gekommen war, hatten die Landesmedienanstalten die endgültige Empfehlungsentscheidung bis zum 31. Dezember aufgeschoben. Erst dann wird beschlossen, ob Mobile 3.0 als DVB-H-Plattformbetreiber im neuen Jahr starten kann.

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Pünktlich zur EM 2008

Knapp zwei Wochen, nachdem die RTL-Gruppe angekündigt hatte, mit mehreren TV- und Radio-Angeboten beim deutschen Handy-TV vertreten zu sein, zogen nun auch die öffentlich-rechtlichen Sender nach: Der zwischen ARD, ZDF und Mobile 3.0 geschlossene Vertrag ist zunächst auf zwei Jahre befristet und orientiert sich damit an der zeitlichen Rahmenvorgabe der Landesmedienanstalten für das Pilotprojekt. Beide Sender wollen ihr Programm unverschlüsselt und barrierefrei zur Verfügung stellen. Nach Angaben von Mobile 3.0 sollen Verträge mit weiteren Fernsehstationen noch vor Ende des Jahres geschlossen werden. Wenn es nach den Plänen der Betreiber geht, wird das Handy-TV dann pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft 2008 an den Start gehen.

Zwischen sieben und zehn Euro Entgelt

Auf Anfrage von onlinekosten.de teilte MFD mit, dass aufgrund von Marktforschungsstudien und eigener Erfahrungen derzeit davon ausgegangen wird, dass sich die Kosten für Kunden zwischen sieben und zehn Euro monatlich belaufen werden. "Letztendlich wird die Preisgestaltung jedoch demjenigen Unternehmen obliegen, welches das Mobile-TV am Endkundenmarkt verkauft", sagte eine Sprecherin.
André Vatter
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