Im Hardware-Bereich ist "Grün" definitiv die Farbe des Jahres. Nach dem extra kleinen
Eee PC bringt der Hersteller Asus nun die nächste Innovation – einen Öko-Laptop. Das so genannte EcoBook kommt dabei nicht im Kunststoffgehäuse, sondern steckt komplett im Bambus-Gewand. Auch die Handballenauflage ist aus dem nachwachsenden Rohstoff gefertigt.
Schicke Strandmatte
Dass Notebook-Cases nicht immer aus Kunststoff bestehen müssen, hat Asus bereits mit Gehäusen aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung oder Carbonfaser gezeigt. Bei einigen Laptops kommt außerdem echtes Leder zum Einsatz, zum Beispiel für die Handauflage. Mit dem EcoBook geht der Hersteller nun einen Schritt in Richtung Umweltschutz. Bambus wächst schnell nach und ist im Vergleich zu Kunststoff biologisch abbaubar. Da es sich um ein natürliches Material handelt, sei zudem jedes EcoBook ein Unikat. Verändern lässt sich das Aussehen außerdem laut Asus durch Beschriftungen mit einem Laser oder durch entsprechende Behandlungen, die verschiedene Farbnuancen erzielen.
Bambus auf dem Mount Everest
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, befindet sich der Dschungel-Rechner derzeit noch im Prototyp-Stadium. Demnach überprüfen die Entwickler, ob das Material tatsächlich für den Dauereinsatz verwendbar ist. Schließlich müssen Notebook-Gehäuse nicht nur stabil sein, sondern auch beispielsweise die Wärme des Prozessors nach außen ableiten. Nach Angaben von Asus hat sich der Öko-Laptop in puncto Robustheit bereits beweisen können und eine Expedition zum Mount Everest überstanden.
Wann und zu welchem Preis das EcoBook in den Handel kommt, ist noch nicht bekannt – ebenso wenig, welche Komponenten unter der Bambus-Haube stecken.
EcoBook: Notebook im Bambus-Gehäuse. Bilder: asus.com
Saskia Brintrup