Beschwerden der Endkunden über lange Wartezeiten bei einer DSL-Schaltung sorgen für Verärgerung auch bei den alternativen, großen DSL-Anbietern. Geplante Angebote können nicht immer zeitnah realisiert werden.
Auch bei 1&1 reicht's nicht
Aufmerksam hinhören musste man so auch bei der Stellungnahme von 1&1 Vorstand Robert Hoffmann zu der Klage. Der Vorstand Consumer-Produkte bei der 1&1 Internet AG gab an, dass die von der Telekom zugewiesenen DSL-Schaltungen bei weitem nicht ausreichten, um den Bestandskunden den Wechsel in die 1&1 Surf&Phone Komplettpakete zu ermöglichen. Bisher hatte 1&1 gegenüber den Bestandskunden immer mit einer Wechselmöglichkeit noch im vierten Quartal 2007 geworben. Eine Antwort von 1&1 auf eine Anfrage von onlinekosten.de zu diesem Thema steht noch aus.
Auch Arcor klagt
Schon Ende November hatte die Deutsche Presse Agentur (dpa) über eine eine ähnliche Klage von Vodafone-Tochter Arcor bei der Bundesnetzagentur berichtet. Statt innerhalb von vereinbarten fünf Tagen würde jeder vierte Schaltungsantrag meist erst nach 18 Tagen bearbeitet. Die Telekom hatte als Reaktion entgegnet, dass die Bereitstellungszahlen auf konstant hohem Niveau seien und die Kritik daher nicht nachvollziehbar sei. Es seien jedoch zusätzliche Mittel bereit gestellt worden, um regionale Nachfragespitzen auszugleichen.
Jörg Schamberg