Donnerstag, 13.12.2007 10:31

Förderung für schnelles Internet an jeder Milchkanne

aus dem Bereich Breitband
Für Gemeinden, die immer noch maximal mit ISDN-Geschwindigkeit über die Datenautobahn zuckeln, gibt es jetzt einen Lichtblick. Den Politikern ist nicht entgangen, dass Deutschland alles andere als flächendeckend mit Breitband-Internet ausgebaut ist: Während sich die Nutzer in Ballungszentren vor Schnäppchen-Angeboten für DSL, Kabel und Co. kaum retten können, hört man auf dem Land meist noch das gute, alte Modem fiepen. Zwar verweigerte die Bundesregierung kürzlich umfassende Subventionen für einen flächendeckenden Ausbau. Rettung naht nun aber von Länderebene – zumindest in Nordrhein-Westfalen.

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1,1 Millionen Fördermittel

Ab kommendem Jahr soll Breitband-Internet in ländlichen Räumen gefördert werden. Dafür stellt das Land einen Geldtopf mit insgesamt 1,1 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung. Für die Umsetzung der Förderung sind die Bezirksregierungen zuständig. Damit sollen Gemeinden unterstützt werden, die nicht mehr als 10.000 Einwohner haben und wo ein so genanntes Marktversagen vorliegt, der Breitband-Ausbau sich für einen Anbieter also nicht wirklich lohnen würde. Jede Ortschaft darf nur ein Mal Zuschüsse beantragen, gefördert werden sowohl leitungs- als auch funkbasierte Lösungen, der Zuschuss beträgt jeweils maximal 50.000 Euro.

Wirtschaftliche Entwicklung im Blick

Auf die Förderung haben sich jetzt die Agrarminister von Bund und Ländern im Planungsausschuss der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutz" (PLANAK) verständigt. Den Hintergrund erläutert Umweltminister Eckhard Uhlenberg: "In dünner besiedelten Regionen ist die Breitbandversorgung häufig schlechter als in den Ballungsräumen, weil sich für die Anbieter der Anschluss dieser Gebiete aufgrund der geringeren Nutzerzahlen teilweise noch nicht rechnet." Schnelle Datenautobahnen seien aber eine Grundlage für die künftige wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen Räume.
Aleksandra Leon
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