Diversen Studien zufolge sind derzeit rund 45 Prozent der Deutschen Haushalte mit einem Breitbandanschluss abgedeckt. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern liegt Deutschland damit nur im Mittelfeld. Dennoch hat die Bundesregierung nun bekannt gegeben, keine umfassenden Subventionen für ein flächendeckendes Breitbandnetz in Deutschland bereit zu stellen.
Wirtschaft in der Pflicht
Vielmehr müsste nach Meinung der Bundesregierung die Wirtschaft - angeführt von den Telekommunikationsunternehmen - die Verbreitung von Breitband-Anbindungen vorantreiben und neue technologische Entwicklungen wie etwa die Breitband-Funktechnik verstärkt fördern. Dennoch will das Wirtschaftsministerium in den kommenden drei Jahren zusammen mit den Ländern rund 50 Millionen Euro zu einer besseren Breitband-Infrastruktur beitragen.
Mit dem Geld will die Bundesregierung vor allem ländliche und strukturschwache Regionen hauptsächlich im Osten Deutschlands unterstützen und unkomplizierte Zugangsmöglichkeiten zu Breitband-Netzen ermöglichen. Dies sei wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung und soziale Integration dieser Gebiete.
17,4 Millionen Haushalte mit Breitband-Zugang
Von den rund 17,4 Millionen deutschen Haushalten mit Breitbandanschluss nutzen derzeit rund 94,8 Prozent kabelgebundenes DSL, die übrigen Prozentpünktchen teilen sich TV-Kabel, Funkverbindungen, Satellitenanbindungen sowie die Stromversorgung.
Filip Vojtech