Alltag jeden Morgen in deutschen Büros: Der Computer wird bei Arbeitsbeginn hochgefahren und läuft dann den ganzen Tag bis zum Feierabend. Teilweise wird er selbst dann nicht komplett heruntergefahren, sondern "übernachtet" im Standby-Betrieb. Die nun veröffentlichte Studie "Inefficent Truth" der britischen Umweltorganisation "Global Action Plan" hat die Auswirkungen des Einsatzes der weltweit mehr als eine Milliarde Computer untersucht und alarmierende Erkenntnisse gewonnen.
Ineffizienter Einsatz von PCs
Die zahlreichen Computer in Unternehmen und im Privatbereich sind verantwortlich für rund zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Damit ist die Umweltbelastung durch PCs und Server genau so hoch wie durch den häufig kritisierten Luftverkehr. Laut Studie entspricht die Umweltbelastung eines Servers auch der eines Geländewagens. Insbesondere die Kühlung der Hochleistungsrechner verschwendet große Energiemengen. Die geschätzten rund zehn Millionen PCs in Großbritannien verbrauchen etwa zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs des Landes. Für 1000 PCs, die keine Stromsparfunktionen nutzen und rund um die Uhr in Betrieb sind, fallen jährlich Stromkosten von rund 97.000 Euro (70.000 Britische Pfund) an. Sind die Computer veraltet, werden sie entsorgt. Jährlich landen so rund 125.000 PCs auf den Mülldeponien.
Das papierlose Büro ist nicht realistisch
Doch nicht nur den Energieverbrauch nimmt die Studie unter die Lupe, sondern auch den Umgang mit Ressourcen wie Papier. Das oft reklamierte papierlose Büro ist im Arbeitsalltag der Unternehmen keine Realität.