Wer unterwegs nicht auf einen Computer verzichten möchte, Notebooks jedoch zu unhandlich findet, sollte sich Ultra Mobile PCs, kurz UMPCs ansehen. Die Geräteklasse ist zwischen Subnotebooks und PDAs angesiedelt und wurde von Microsoft und Intel unter dem Projektnamen
"Origami" entwickelt. Die kleinen Rechner bringen weniger als ein Kilogramm auf die Waage und bieten trotzdem alles, was man zum Surfen oder für Büroanwendungen benötigt. Die Preise sind dabei so unterschiedlich wie die Ausstattungen und reichen von rund 500 bis mehreren Tausend Euro. Fernab der faltbaren UMPCs gibt es jedoch noch weitere praktische Handhelds ab 99 Euro.
Der 100-Dollar-Laptop
Der als "100-Dollar-Laptop" bekannte Rechner mit Namen XO kostet zwar mehr als 100 US-Dollar, gehört jedoch trotzdem zu den günstigen Modellen. Der bunte Computer verfügt über einen Prozessor mit 433 Megahertz (MHz) Taktfrequenz und 256 Megabyte (MB) Arbeitsspeicher. Die Produktion des speziell für Kinder in ärmeren Ländern gedachten Mini-Rechners des Projekts "One Laptop Per Child" (OLPC) ist vor kurzem
gestartet. Ursprünglich sollte der XO nicht im freien Verkauf erhältlich sein. Unter dem Motto
Give 1 Get 1 kann man jedoch für 399 US-Dollar zwei der kleinen Notebooks kaufen, wobei ein Exemplar einem Kind in einem Entwicklungsland gespendet wird. Leider gilt diese Aktion nur für US-Bürger und Kanadier.
Asus EeePC: der Laptop für die Jackentasche
EeePC: Mini-Notebook für 299 Euro.
Bild: Asus
Ein weiterer Günstig-Laptop kommt von Asus. Der
EeePC soll ab Mitte Dezember für 299 Euro erhältlich sein. Das Konzept wird durch die drei "E"s im Namen deutlich: "Easy to Learn, Easy to Work, Easy to Play". So soll der kleine PC mit 900-MHz-Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher besonders leicht zu bedienen sein und sich auch für Kinder oder Personen ohne Computerkenntnisse eignen. Die Benutzeroberfläche des Linux-Betriebssystems bietet dazu je einen unterschiedlichen Modus für erfahrene und weniger erfahrene Nutzer. Damit der Anwender sofort loslegen kann, sind bereits 40 verschiedene Programme von der Software Open Office über Internet-Browser und E-Mail-Client bis hin zum
Instant Messenger vorinstalliert. Der 920 Gramm leichte Computer speichert die Daten auf einer Flash-basierten Solid State Disk (SSD) mit einer Kapazität von vier Gigabyte (GB). Im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten sind SSDs unempfindlicher, sparsamer und schneller. Wer den Speicher erweitern möchte, kann über den Kartenleser SD-Karten und Multimedia Cards anschließen.
Von den Spezifikationen ausgehend entspricht der EeePC einem UMPC. So passt auch das 7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 800x480 Pixel zu den Mindestanforderungen der kleinen Hardware-Klasse. Die ersten Geräte wurden im vergangenen Jahr auf der CeBIT vorgestellt. Zu den Vorreitern gehörten Samsung und Asus, die mit dem
Q1 beziehungsweise dem
R2H entsprechende Geräte auf den Markt brachten.