Immer neue Discount-Angebote und viele Flatrates haben dazu geführt, dass die Preise auf dem deutschen Mobilfunkmarkt stetig gefallen sind. Mit der
Absenkung der
Terminierungsentgelte könnten die Preise mittelfristig weiter fallen. Der Chef von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, sieht das allerdings anders.
Preisfall wird stoppen
"Massiver Wettbewerb und Entscheidungen der Regulierungsbehörde haben branchenweit zu einem enormen Verfall der Minutenpreise bei Handytelefonaten und Kurzmitteilungen geführt. Wir liegen jetzt bei rund 15 Cent pro Minute und gehören damit in Europa zu den Ländern mit den niedrigsten Tarifen", sagte Joussen gegenüber der "WirtschaftsWoche".
"Viel Tiefer werden die Tarife kaum noch fallen", führte der Vodafone-Boss weiter aus. Künftig will Vodafone vor allem durch das rasant wachsende Datengeschäft wachsen. Es soll die Umsatzausfälle im traditionellen Geschäft bald mehr als ausgleichen. "Der Rummel um das iPhone zeigt, dass das mobile Internet den Massenmarkt erobert", so Joussen.
Das Geschäft mit schnellen DSL-Anschlüssen kommt beit Vodafone unter anderem aufgrund der wiedererstarkten Telekom nicht so recht in Gang. Es sei schwieriger geworden, Kunden zum Wechsel zu bewegen. Das viele Telekom-Kunden mit einem
Zweijahresvertrag ausgestattet seien, spüre auch die Vodafone-Tochter Arcor. Künftig soll Arcor nicht die einzige Festnetztochter im Vodafone-Imperium bleiben. In Italien und Spanien wurde das Festnetzgeschäft von Tele2
übernommen, in Portugal baue Vodafone "gerade eine eigene Infrastruktur auf", sagte Joussen.