Millionen deutscher Fernsehzuschauer werden in gut einem Jahr noch tiefer in die Röhre schauen. Laut eines Berichts des Branchendienstes "Funkkorrespondenz" hat die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) beschlossen, die monatlichen Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk um 95 Cent auf 17,98 Euro pro Monat zu erhöhen. Die neue Regelung soll ab dem ersten Januar 2009 gelten.
Mehr als ursprünglich geplant
Mit der angekündigten Gebührenerhöhung hat die KEF ihre eigene Empfehlung von Anfang Oktober korrigiert. Damals hatte sich die Kommission für eine Steigerung von 93 Cent ausgesprochen. Grund für die erneute Anhebung seien die Landesmedienanstalten, die nun doch an der Gebührenerhöhung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu beteiligen sind, so der Bericht. Den Rest teilen sich die ARD (56 Cent), ZDF (35 Cent) und das Deutschlandradio (zwei Cent).
Die Landtage müssen noch zustimmen
Die KEF wird die Vorschläge zur neuen Gebührenordnung am 21. Januar 2008 offiziell bekanntgegeben, die Änderung des Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrags wird allerdings erst dann wirksam, wenn die Landtage aller 16 Bundesländer zustimmt haben – wozu sie gemäß des Rundfunkurteils des Bundesverfassungsgerichts vom 11. September nahezu verpflichtet sind.
André Vatter