Mit der Internet-Plattform "
www.fragfinn.de" hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den ersten geschützten Surfraum für Kinder in Deutschland gestartet. Über diese Seite können Kinder "sich in unterhaltsamer Weise informieren, in sicheren Chats miteinander kommunizieren und gleichzeitig durch selbstständiges Navigieren den Umgang mit dem Medium Internet gefahrlos erlernen", erklärte Merkel am Donnerstag in Berlin.
Maskottchen Finn hilft
Virtueller Begleiter der Nachwuchs-Surfer ist dabei das Maskottchen "Finn", eine Raupe mit Sonnenbrille und Lupe, die etwa bei der Suche im Netz hilft. Mit dem Einrichten von "www.fragfinn.de" als Startseite sowie dem Herunterladen eines Programms oder dem Ändern der Browser-Einstellungen können Eltern demnach relativ einfach gewährleisten, dass ihre Kinder ausschließlich unbedenkliche und interessante Inhalte aufrufen können. Die so erreichbaren Seiten werden von einem Redaktionsteam geprüft und ständig erweitert.
Kontrolle durch Pädagogen
Drei Medienpädagogen durchforsteten zu diesem Zweck laufend das Internet, sagte eine Sprecherin der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, einem der Träger des Projekts. Zudem könnten Kinder, Eltern und Lehrer Seiten vorschlagen. Mehrere tausend nicht nur bloße Kinderseiten seien bislang schon freigeschaltet.
Der virtuelle Begleiter Finn hilfe bei der Suche. Screenshot: onlinekosten.de
Finanzielle Unterstützung
Neben dem Angebot "Frag Finn" will die von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) angestoßene Initiative "Ein Netz für Kinder" auch innovative und qualitativ hochwertige Internetangebote für Nachwuchs-Surfer finanziell unterstützen. Eineinhalb Millionen Euro stellen Neumann und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) dafür in den kommenden drei Jahren zur Verfügung. Zu den Unterstützern zählen auch eine Reihe Unternehmen und Verbände aus der Telekommunikations- und der Medienbranche.
Michael Friedrichs
/ afp