Freitag, 07.12.2007 08:33

Eleganter Dauerläufer: der Cowon iAudio 7 im Test

aus dem Bereich Sonstiges
Per Daumenstreicheln im Menü gelangen wir zur Videofunktion. Das 1,3 Zoll große Display mit einer Auflösung von 160 x 128 Pixel besticht durch eine scharfe Bildwiedergabe und wird durch 260.000 Farben illuminiert. Dank der Speichergröße von bis zu 16 GB bietet der Player auch ausreichend Platz für allerlei Filmmaterial.

Anzeige
Mäusekino in brillianten Farben

Mit der mitgelieferten Software "Jetshell" lassen sich auf Knopfdruck vorhandene Videos passend für den iAudio 7 ins MPEG4-Format konvertieren. Das kann je nach Länge der Filme einige Zeit in Anspruch nehmen – zu lang sollten sie auch nicht sein: Zwar ist es rein theoretisch möglich, alle drei Teile des "Paten" auf dem briefmarkengroßen Bildschirm zu verfolgen – jeder Augenarzt würde jedoch davon abraten. Für kurze Clips und Musikvideos reicht die Größe jedoch allemal aus. Natürlich ist der Cowon-Player auch ein Experte in Sachen Standbild: Das Bildbetrachtungsmodul präsentiert JPG-Dateien in bester Qualität, per Blätter- und Zoom-Funktion können Details näher herangeholt werden. Ein weiterer Fingerstreich und die Bilder erscheinen im Player-Modus als Wallpaper.

Aufnahme läuft

th_3_.jpg
Kleines Tonstudio. Bild: Cowon
Neben der Audio-, Video- und Bildwiedergabefunktion hat der Cowon-Player zusätzlich eine multipotente Aufnahme-Funktion an Bord. Der Line-In-Kanal kann die Tonsignale beliebiger Quellen – zum Beispiel eines CD-Players – aufnehmen, alternativ lässt sich auf das seitlich angebrachte Mikrofon zurückgreifen. Beide Recording-Methoden unterstützen dabei Samplingraten von 64 bis 128 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Damit es zu keiner Übersteuerung bei der Aufnahme kommt, lässt sich der Pegel jeweils variabel einstellen. Aber an noch ein weiteres Gimmick haben die Entwickler gedacht: Texte. Der Player zeigt die Inhalte von txt-Dateien an, praktisch vor allem für Songtexte oder wichtige Informationen, die man auch unterwegs immer zur Hand haben möchte.

Aussparungen bei der Ausstattung

Der Lieferumfang des Cowon iAudio 7 ist nicht überragend – aber ausreichend. Neben dem Player findet der Käufer einfache Ohrhörer, das USB-Kabel, eine Software-CD und einen Quickguide mit vier Seiten deutscher Anleitung im Karton. Wer häufig verreist und nicht immer ein Notebook zum Aufladen der Akkus dabei hat, wird nicht umhin kommen, ein paar zusätzliche Euro in die Anschaffung eines externen Netzteils zu stecken, das den Player mit Strom aus der Steckdose versorgt. Und wo man schon einmal das Portemonnaie in der Hand hält: Ohne Aufnahmekabel ist der integrierte Line-In-Kanal leider nutzlos.

…und dazu kommt er noch mit jedem zurecht

Über mangelnde Kompatibilität braucht man sich beim iAudio 7 keine Sorgen zu machen: Ab Windows XP wird der Player als externes Laufwerk erkannt und kann wie ein normaler USB-Stick benutzt werden. Wer noch immer an Windows 98 hängt, der muss eine kurze Treiberinstallation vornehmen, dann klappt es auch bei dem mittlerweile greisen Betriebssystem. Mac-Benutzer und Linux-Fans können ihren Rechner ebenfalls zum Datentransfer nutzen – spätestens zum Aufladen der Akkus muss aber ein externes Netzteil her.

Fazit

Der iAudio 7 konnte im Praxistest sowohl bei der Klangqualität als auch bei der Akkulaufzeit auf ganzer Linie punkten. Es ist schon verführerisch einen kleinen, musikalischen Kollegen dabei zu haben, der wochen- wenn nicht monatelang durchhält, ohne ihn auch nur einmal an die USB-Leine zum Aufladen legen zu müssen. Das alles in einer edlen Verpackung und einer schicken – wenn auch nicht in allen Situationen geschickten – Navigation. Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich den südkoreanischen Nobel-Player zuzulegen, sollte jedoch bedenken, dass neben dem relativ hohen Anschaffungspreis noch weitere Kosten auf ihn zukommen: Ein externes Netzteil ist früher oder später unentbehrlich und erst bei wirklich guten Ohrhörern kann der iAudio 7 seine Stärken als durchdachtes Klangwunder zeigen.

Name: iAudio 7
Hersteller: Cowon
Internet: www.cowon-germany.com
Preis: ca. 170 Euro (4 GB), 220 Euro (8 GB)
Technische Daten:
Abmessungen: 35,6 x 76,1 x 19 Millimeter
Gewicht: 53 Gramm (inklusive Akku)
Display: 1,3 Zoll, 160 x 128 Pixel, 260.000 Farben
Flash-Speicher: 4 GB, 8 GB, 16 GB
Schnittstelle: USB 2.0
Lieferumfang: Player, iAudio Ohrhörer, USB-Kabel, Software-CD, Quickguide
Akkulaufzeit im Test: Rund 43 Stunden Dauerspielzeit
Pro & Contra:
lange Akku-Laufzeit
hervorragender Klang
intuitive Menüführung
gute Multimedia-Ausstattung
kein "blindes" Bedienen möglich
Gewicht & Maße
kein Exta-Ladegerät im Lieferumfang
recht hoher Anschaffungspreis
Bewertung:
Klang (30%): sehr gut
Laufzeit (20%): sehr gut
Funktionsumfang (15%): gut
Bedienung (15%): gut
Formatunterstützung (10%): sehr gut
Gewicht/Maße (10%): befriedigend
Preis-Leistung: gut
Gesamtnote sehr gut (1,4)
André Vatter
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

DSL Schnecke
Das DSL Kabel glüht bereits, der WLAN DSL Router blinkt wild, aber trotzdem dauert der DSL Speed Check ewig?
Dann ist auch IPTV oder etwa Video on Demand kaum möglich. Alternativen müssen her.
Wir haben alle Internet Tarife: Zum Beispiel UMTS Flatrate testen oder gleich auf Kabel umsteigen. Den Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Speedcheck
Zum Glück DSL verfügbar, mit großer Vorfreude bestellt und nun trotzdem enttäuscht? Gleich DSL Speedcheck machen.
Langsamer als versprochen? Dann im großen Flatrate Vergleich alle günstigen DSL Tarife anschauen und schnell wechseln.
Viele Angebote haben neben einer Telefonflatrate auch einen WLAN DSL Router inklusive.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs