Per Daumenstreicheln im Menü gelangen wir zur Videofunktion. Das 1,3 Zoll große Display mit einer Auflösung von 160 x 128 Pixel besticht durch eine scharfe Bildwiedergabe und wird durch 260.000 Farben illuminiert. Dank der Speichergröße von bis zu 16 GB bietet der Player auch ausreichend Platz für allerlei Filmmaterial.
Mäusekino in brillianten Farben
Mit der mitgelieferten Software "Jetshell" lassen sich auf Knopfdruck vorhandene Videos passend für den iAudio 7 ins MPEG4-Format konvertieren. Das kann je nach Länge der Filme einige Zeit in Anspruch nehmen – zu lang sollten sie auch nicht sein: Zwar ist es rein theoretisch möglich, alle drei Teile des "Paten" auf dem briefmarkengroßen Bildschirm zu verfolgen – jeder Augenarzt würde jedoch davon abraten. Für kurze Clips und Musikvideos reicht die Größe jedoch allemal aus. Natürlich ist der Cowon-Player auch ein Experte in Sachen Standbild: Das Bildbetrachtungsmodul präsentiert JPG-Dateien in bester Qualität, per Blätter- und Zoom-Funktion können Details näher herangeholt werden. Ein weiterer Fingerstreich und die Bilder erscheinen im Player-Modus als Wallpaper.
Aufnahme läuft
Kleines Tonstudio. Bild: CowonNeben der Audio-, Video- und Bildwiedergabefunktion hat der Cowon-Player zusätzlich eine multipotente Aufnahme-Funktion an Bord. Der Line-In-Kanal kann die Tonsignale beliebiger Quellen – zum Beispiel eines CD-Players – aufnehmen, alternativ lässt sich auf das seitlich angebrachte Mikrofon zurückgreifen. Beide Recording-Methoden unterstützen dabei Samplingraten von 64 bis 128 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Damit es zu keiner Übersteuerung bei der Aufnahme kommt, lässt sich der Pegel jeweils variabel einstellen. Aber an noch ein weiteres Gimmick haben die Entwickler gedacht: Texte. Der Player zeigt die Inhalte von txt-Dateien an, praktisch vor allem für Songtexte oder wichtige Informationen, die man auch unterwegs immer zur Hand haben möchte.
Aussparungen bei der Ausstattung
Der Lieferumfang des Cowon iAudio 7 ist nicht überragend – aber ausreichend. Neben dem Player findet der Käufer einfache Ohrhörer, das USB-Kabel, eine Software-CD und einen Quickguide mit vier Seiten deutscher Anleitung im Karton. Wer häufig verreist und nicht immer ein Notebook zum Aufladen der Akkus dabei hat, wird nicht umhin kommen, ein paar zusätzliche Euro in die Anschaffung eines externen Netzteils zu stecken, das den Player mit Strom aus der Steckdose versorgt. Und wo man schon einmal das Portemonnaie in der Hand hält: Ohne Aufnahmekabel ist der integrierte Line-In-Kanal leider nutzlos.
…und dazu kommt er noch mit jedem zurecht
Über mangelnde Kompatibilität braucht man sich beim iAudio 7 keine Sorgen zu machen: Ab Windows XP wird der Player als externes Laufwerk erkannt und kann wie ein normaler USB-Stick benutzt werden. Wer noch immer an Windows 98 hängt, der muss eine kurze Treiberinstallation vornehmen, dann klappt es auch bei dem mittlerweile greisen Betriebssystem. Mac-Benutzer und Linux-Fans können ihren Rechner ebenfalls zum Datentransfer nutzen – spätestens zum Aufladen der Akkus muss aber ein externes Netzteil her.
Fazit
Der iAudio 7 konnte im Praxistest sowohl bei der Klangqualität als auch bei der Akkulaufzeit auf ganzer Linie punkten. Es ist schon verführerisch einen kleinen, musikalischen Kollegen dabei zu haben, der wochen- wenn nicht monatelang durchhält, ohne ihn auch nur einmal an die USB-Leine zum Aufladen legen zu müssen. Das alles in einer edlen Verpackung und einer schicken – wenn auch nicht in allen Situationen geschickten – Navigation. Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich den südkoreanischen Nobel-Player zuzulegen, sollte jedoch bedenken, dass neben dem relativ hohen Anschaffungspreis noch weitere Kosten auf ihn zukommen: Ein externes Netzteil ist früher oder später unentbehrlich und erst bei wirklich guten Ohrhörern kann der iAudio 7 seine Stärken als durchdachtes Klangwunder zeigen.
| Name: |
iAudio
7 |
| Hersteller: |
Cowon |
| Internet: |
www.cowon-germany.com
|
| Preis: |
ca.
170 Euro (4 GB), 220 Euro (8 GB) |
| Technische Daten: |
| Abmessungen: |
35,6
x 76,1 x 19 Millimeter |
| Gewicht: |
53
Gramm (inklusive Akku) |
| Display: |
1,3 Zoll, 160 x 128 Pixel, 260.000 Farben |
| Flash-Speicher: |
4
GB, 8 GB, 16 GB |
| Schnittstelle: |
USB
2.0 |
| Lieferumfang: |
Player,
iAudio Ohrhörer, USB-Kabel, Software-CD, Quickguide |
| Akkulaufzeit
im Test: |
Rund 43 Stunden Dauerspielzeit |
| Pro & Contra: |
lange
Akku-Laufzeit
hervorragender Klang
intuitive
Menüführung
gute Multimedia-Ausstattung
|
kein "blindes" Bedienen
möglich
Gewicht & Maße
kein
Exta-Ladegerät im Lieferumfang
recht hoher Anschaffungspreis
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| Bewertung: |
| Klang
(30%): |
sehr
gut |
| Laufzeit
(20%): |
sehr
gut |
| Funktionsumfang
(15%): |
gut |
| Bedienung
(15%): |
gut |
| Formatunterstützung
(10%): |
sehr
gut |
| Gewicht/Maße
(10%): |
befriedigend |
| Preis-Leistung: |
gut |
| Gesamtnote |
sehr
gut
(1,4) |
André Vatter