Immer mehr springen auf den Zug auf: ein eigenes schnelles Glasfasernetz ist für die großen DSL-Anbieter von großer Bedeutung. Nach der
Deutschen Telekom und
Arcor hat jetzt nach Informationen der Deutschen Presse Agentur (dpa) auch der Berliner Telekommunikationsanbieter
Versatel den Aufbau eines eigenen schnellen
VDSL-Netzes angekündigt.
Einsparungen erhofft
Versatel-Vorstandschef Peer Knauer sagte der dpa: "In Regionen, wo wir einen hohen Marktanteil haben, werden wir ein eigenes Glasfasernetz bauen." Auf Nachfrage von onlinekosten.de erklärte eine Unternehmenssprecherin, dass es sich dabei um Regionen handelt, in denen Versatel in den vergangenen Jahren organisch stark gewachsen sei. Dies sei zum Beispiel in den Städten der Fall, in denen die von Versatel übernommmenen Tropolys-Carrier aktiv waren. Auf einen hohen DSL-Marktanteil komme Versatel zum Beispiel in Flensburg, Neumünster, Recklinghausen, Bottrop, Wuppertal, Gelsenkirchen und Herne.
Auch mit Telekom im Gespräch
Knauer erhofft sich dadurch Einsparungen, da keine Entgelte mehr an die Telekom für die Nutzung der Anschlussleitungen gezahlt werden müssten. Für Gebiete mit geringem Marktanteil will Versatel dagegen auf das Netz der Telekom zurückgreifen. Darüber muss jedoch erst mit der Telekom gesprochen werden. Erste Gespräche sind nach Versatel-Angaben bereits angelaufen. Für genaue Details befinde man sich aber noch in einem zu frühen Stadium der Verhandlungen.
Auch Arcor verhandelt derzeit mit der Telekom über die Nutzung der Leerrohre der Telekom für den Aufbau eines eigenen VDSL-Netzes. Arcor plant
Milliardeninvestitionen in das eigene Netz. Die Konkurrenz für die Telekom wird also weiter zunehmen.
Jörg Schamberg und Hayo Lücke