Der geplante Starttermin für Handy-Fernsehen via
DVB-H-Standard zur Fußball-Europameisterschaft im Juni nächsten Jahres ist gefährdet. Das teilte die
Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten nach einer Sitzung mit. Der Grund: Das vorgesehene Betreiberkonsortium
Mobile 3.0 muss noch Unterlagen nachreichen.
Ungeklärte Rechteverhältnisse
Hinter Mobile 3.0 steht auf der einen Seite die Firma
Mobiles Fernsehen Deutschland, die auch für die
DMB-Ausstrahlung bei debitel und mobilcom verantwortlich ist. Auf der anderen Seite die
Neva Media GmbH, an der die Verlagshäuser Hubert Burda Media und Holtzbrinck beteiligt sind. Nach Angaben von Mobile 3.0 seien Gründe für die Verzögerung unter anderem ungeklärte Rechteverhältnisse auf Veranstalterseite und die noch ausstehende Einbindung des Programmangebots des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept.
Letzte Frist
Die Landesmedienanstalten setzen Mobile 3.0 jetzt eine Nachfrist bis zum 31. Dezember 2007, um die noch ausstehenden Unterlagen vorzulegen. Sollte dies nicht gelingen, würde die Grundlage für ein erfolgreiches Pilotprojekt mit dem in Aussicht genommenen Bewerber entfallen. "Die Beteiligten sind gut beraten, sich zu einigen, denn Handy-TV birgt als innovative Mediennutzungsform ein großes Wachstumspotenzial und die Europameisterschaft bietet hierfür ein willkommenes Startszenario", betonte Thomas Koch, Gremienvorsitzender der Landesmedienanstalten.
Alternative DMB-Standard
Wenn zwei sich streiten, freut sich bekannt ja der Dritte. Eine Allianz aus Mobilfunkanbietern, Sendern und Geräteherstellern will ebenfalls den Markt für mobilen Fernsehempfang in Deutschland für sich gewinnen. Erste Angebote gibt es mit dem Angebot
"watcha" bereits. Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten hatte sich sich aber vor für Betreiberkonsortium Mobile 3.0 entschieden.