Arcor, der zweitgrößte deutsche Telekommunikationsanbieter mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt, plant nach Informationen der Deutschen Presse Agentur (dpa) ein eigenes
VDSL-Netz in Deutschland zu errichten. Für den bundesweiten Aufbau sollen in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Euro investiert werden.
Bundesweites Angebot in zwei Jahren
Spätestens in zwei Jahren soll ein deutschlandweit nutzbares VDSL-Angebot für Arcor-Kunden zur Verfügung stehen. Als zwingende Voraussetzung muss sich Arcor jedoch mit der Telekom einigen. Arcor möchte bei der Errichtung des Netzes die Leerrohre der Telekom benutzen und auch Zugriff auf die grauen Telekom-Schaltkästen erhalten. Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, so würde dies für Arcor erhebliche Einsparungen beim Aufbau eines VDSL-Netzes bedeuten. Laut Arcor-Vorstandschef Harald Stöber sei eine Einigung mit der Telekom nicht mehr weit. Stöber hat in dieser Woche auch die
Halbjahresbilanz von Arcor bekanntgegeben, die positiv ausgefallen ist.
Telekom VDSL-Netz kostet drei Milliarden Euro
Die Deutsche Telekom selbst baut derzeit ihr VDSL-Netz auf und investiert dazu rund drei Milliarden Euro. Regionale Anbieter wie
Hansenet in Hamburg,
Netcologne in Köln und
M-Net in München errichten ebenfalls superschnelle Glasfasernetze. Die schnellen Netze sollen insbesondere dem Fernsehen über das Internet (
IPTV) zum Durchbruch verhelfen.
Jörg Schamberg