Androids Stärken treten vor allem im visuellen Bereich in den Vordergrund. Der rahmenlose Google-Browser zeigt dank flottem 3G-Networking einen schnellen Bildaufbau, bei Bedarf kann der angezeigte Ausschnitt verschoben oder vergrößert werden.
Starke Grafikleistungen
Auch bei der Anzeige der Surf-Chronik haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen. Anstatt die bereits besuchten Websites mit schnöden Titelangaben aufzurufen, zeigt der Browser ein schickes und bewegliches Cover-Flow-Bild, wie es Apple-Fans vom iPod kennen. Dass Androids Grafik-Enginge Open GL ES aber noch weit mehr kann, zeigt Google-Entwickler Steve Horowitz anhand eines kleinen Ausflugs in die Gaming-Welt: Flüssig und ruckelfrei gleitet der Nutzer durch die Gänge des Ego-Shooters Quake.
Zehn Millionen US-Dollar für neue Entwicklungen
Zeitgleich mit der Präsentation von Android hat Google einen
Entwickler-Wettbewerb ausgerufen. Zehn Millionen US-Dollar lässt sich der IT-Riese die Ausschreibung kosten. Dafür können Programmierer ab sofort das Software Development Kit (SDK) herunterladen, das die Betriebssysteme Windows XP und
Vista, Mac OS (ab Version 10.4.8) und Linux unterstützt. Die Programmsammlung bietet neben den eigentlichen Entwicklungstools auch Beispielprojekte und einen Emulator. Diverse Bibliotheken für die Entwicklung einer Android-Anwendung liegen dem Kit ebenfalls bei. Anfang kommenden Jahres wird eine Jury bei Google dann die besten Beiträge prämieren: Ausschlaggebende Kriterien sind Innovation, Originalität und ein gewisser Standard, der das Leistungsspektrum des Endgerätes voll ausschöpft.
André Vatter