Langsam wird es ernst für Apple und all die anderen Handyhersteller, die sich bei der Entwicklung ihrer Betriebssysteme meist auf das eigene Haus verlassen. Google hat heute eine Vorab-Version der freien Handy-Plattform "Android" vorgestellt, ein Gemeinschaftsprojekt des Internetriesen mit dreißig Partnern aus dem Mobilfunksektor, darunter Motorola, Intel, LG, o2 und T-Mobile. Die Präsentation bestätigt den ersten Eindruck: Obwohl erst wenige Wochen alt, ist Android bereits jetzt ein multifunktionales Betriebssystem mit Erfolgsgarantie – und ganz nebenbei auch noch ein schön anzuschauender Displayschmeichler.
Anzeige
Alltagstauglicher Allrounder
Von einem neuen Handy-Betriebssystem wird erwartet, dass es die Nutzer zu mehr befähigt, als einfach nur zu telefonieren. Das macht Google-Gründer Sergey Brin schon zu Beginn der Android-Präsentation deutlich. Deshalb wartet bereits der Prototyp der Open Source-Plattform mit einer Reihe nützlicher Anwendungen auf, die das Leben leichter machen sollen. Beispielsweise ist ein komfortabler Instant Messaging-Client für den kleinen Chat zwischendurch enthalten. Eingehende Nachrichten werden durch ein Symbol am oberen Display-Rand angezeigt, ein Knopfdruck genügt und ein entsprechendes Antwortfenster wird eingeblendet. Die im Telefon- und Adressbuch gespeicherten Informationen dienen nicht alleine zum Aufbau von Gesprächen, sondern können anwendungsübergreifend per Tastendruck direkt in den Kartendienst Google Maps importiert werden: praktisch, wenn man schnelle Orientierung in einer fremden Stadt sucht. Natürlich ließ es sich Google dabei nicht nehmen, gleich die Panoramaansicht Street-View in die Applikation zu integrieren.
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.