Zugegeben, der Geschäftsbericht der United Internet AG kommt mit erheblich weniger Nullen aus, als das Quartalsergebnis, das
Konkurrent Telekom gestern vorgelegt hat. Dennoch haben die Montabaur offensichtlich allen Grund zur Freude. Die Zahlenjongleure des Internet Service Providers haben einen Neun-Monats-Bericht vorgelegt, demnach sich der Konzern über eine flächendeckende Gewichtszunahme freuen kann.
Satt-schwarze Zahlen
Die ganze Familie United Internet AG hat zusammengelegt und bringt es so auf einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 1,07 Milliarden Euro für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2007. In der Vorjahresperiode waren es noch 844,4 Millionen Euro, also 27,1 Prozent weniger. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 32,9 Prozent, von 177,2 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 235,5 Millionen Euro. Das um eingestellte Geschäftsbereiche und positive Einmaleffekte bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um 36,4 Prozent von 33 Cent im Vorjahr auf 45 Cent in den ersten neun Monaten dieses Jahres.
Rundum-Wohlfühlzahlen
Für den Vorstand der United Internet AG sind das Rundum-Wohlfühlzahlen: "Wir sind mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden", sagt Ralph Dommermuth. Trotz hoher Investitionen in die Neukundengewinnung habe sein Unternehmen das beste Ergebnis seiner Firmengeschichte erzielt. Das erfolgreiche Produktgeschäft ist für die satt-schwarzen Zahlen verantwortlich: Zu Ende September hat der Internet Service Provider insgesamt 7,07 Millionen Kunden vertraglich um sich scharen können. Damit sind in den vergangenen zwölf Monaten netto 1,02 Millionen neue Verträge hinzugekommen. Mit den Kernmarken 1&1, GMX und Web.de konnte die Konzernmutter einen Umsatz von 915,5 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2007 erwirtschaften, das sind 26,8 Prozent mehr als noch im Vorjahr (721,8 Millionen Euro). Der EBITDA stieg um 21,7 Prozent von 167,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf nun 204,4 Millionen Euro.