Donnerstag, 08.11.2007 10:20

Telekom verliert in Deutschland weiter an Boden

aus den Bereichen Breitband, Mobilfunk
Die Deutsche Telekom AG hat mal wieder die Bücher gewälzt und ihren dritten Quartalsbericht fürs laufende Geschäftsjahr 2007 auf den Tisch gelegt. Ein Trend der vergangenen Monate setzt sich darin deutlich fort: Den T-Riesen zieht es mehr und mehr in die weite Welt. Während im internationalen Geschäft der Rubel rollt und die Kunden strömen, sieht es hierzulande für den Bonner Konzern weiterhin mau aus. Zwar freut sich die Konzern-Tochter T-Mobile über wachsenden Zuspruch, vor allem bei den heiß begehrten Vertragskunden konnte die Mobilfunksparte punkten. Der Umsatz sank aufgrund intensiven Preisdrucks trotzdem. Im Geschäftsfeld Breitband/Festnetz brachen zudem auf dem heimischen Markt wieder knapp eine halbe Million Anschlüsse weg.

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Im Ausland blüht Magenta

Insgesamt konnte der Konzern Deutsche Telekom im dritten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 15,69 Milliarden Euro verzeichnen, was ein leichtes Plus von 1,4 Prozent zum Vorjahresquartal bedeutet. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2007 hat der Rosa Riese damit 46,72 Milliarden Euro Gesamtumsatz zu verzeichnen, 2,8 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2006. Dieses doch recht wohlklingende Konzernergebnis haben die Bonner in erster Linie ihrem Auslandsgeschäft zu verdanken: Der Auslandsumsatz ist mit 23,7 Milliarden Euro in den vergangenen drei Quartalen verantwortlich für mehr als die Hälfte (50,7 Prozent) des Gesamtumsatzes.

Mehr Cash in der Täsch

Durch Kosteneinsparungen konnte die Telekom einen EBITDA, also der Konzernertrag vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen, bereinigt um Sondereffekte, in Höhe von 14,7 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielen. Damit scheint das Erreichen des Jahresziels von 19 Milliarden Euro sicher. Die Vorhersage des Free Cash-Flows, also der vorhandenen flüssigen Finanzmittel vor Ausschüttung, konnte die Telekom für das Gesamtjahr von sechs auf 6,5 Milliarden Euro nach oben korrigieren, da dieser zum Ende des dritten Quartals bereits bei 5,8 Milliarden Euro lag. T-Aktionäre können also auch in Zukunft leise auf eine erkennbare Dividende hoffen.

Besonders glücklich scheint man in Bonn über die Entwicklung der Mobilfunksparte zu sein, denn immerhin bezeichnet die Telekom ihr Wachstum der Vertragskundenzahlen als "robust". Hier stieg die Zahl in den ersten drei Quartalen um 39,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, auf nun 577.000 Neukunden. Vor allem die Max Flatrate habe T-Mobile einigen Zuwachs beschert, wobei im dritten Quartal ein Kundenzuwachs von 272.000 im Vergleich zum Vorquartal verzeichnet werden konnte. Auch T-Mobile@home scheint ganz gut zu laufen, immerhin liegt die Kundenzahl hier aktuell bei mehr als 1,8 Millionen, eine Steigerung von fast 150 Prozent zum Vorjahreswert.
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