Hoffnung für besorgte Eltern oder Imagepflege? Innerhalb der
Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V (FSM) haben sich die Betreiber von beliebten "Chatrooms" (webbasierten Chatangeboten) zur "Selbstkontrolle Chat" zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist die Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in deutschen Chatangeboten. Zu den Gründungsmitgliedern der Selbstkontrolle Chat zählen
LYCOS Europe,
RTL interactive und
Knuddels. Der Verhaltenskodex wird auch von
AOL Deutschland unterstützt.
Moderation und "Badword"-Liste
Die beteiligten Chatroom-Betreiber haben neben dem für alle FSM-Mitglieder geltenden allgemeinen Verhaltenskodex freiwillig einen
Subkodex verabschiedet, der Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen festschreibt. Er beinhaltet unter anderem:
- In allen für Kinder und Jugendliche zugänglichen Chats der Unterzeichner muss zwischen zehn und 22 Uhr immer ein Moderator verfügbar sein
- Begriffe, die in den Chats nicht benutzt werden dürfen ("Badwords"), werden zentral zusammengestellt und gepflegt
- eine eindeutige Identifizierung und Rückverfolgung der
Nutzer im Rahmen der "wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten"
- Profil-Fotos werden verstärkt gesichtet und konrolliert
- eine ausführliche "Chatiquette" gibt Nutzungstipps
Die Suchmaschinen- und Mobilfunkanbieter hatten hier wohl Vorbildfunktion: Sie haben unter dem Dach der FSM bereits 2005 einen
Verhaltenskodex erarbeitet.
Dorothee Monreal