Nvidia bringt mit dem 8800 GT einen neuen Grafikchip auf den Markt: Damit schließt Nvidia die Lücke im Leistungsbereich zwischen High-End- und Mittelklasse. Mit Preisen ab 230 Euro dürften Grafikkarten mit 8800 GT-Chip viele Spieler-Herzen höher schlagen lassen.
Viel Leistung
Gegenüber dem Top-Modell der GeForce-8-Reihe, der GeForce 8800 Ultra hat Nvidia den Neuen mit etwas niedrigeren Taktraten versehen: Der Chiptakt tickt mit 600 statt 612 Megahertz (MHz) bei der Ultra-Version nur geringfügig langsamer, größer ist die Differenz beim Speichertakt. Den hat Nvidia von 1080 auf 900 MHz gesenkt.
Größter Unterschied dürfte aber neben der geringeren Anzahl der Shader-Prozessoren (112 gegenüber 128) die Speicheranbindung sein, die nicht wie bei der Ultra-Version 384 Bit, sondern nur 256 Bit beträgt. Dadurch verringert sich der Speicher-Durchsatz laut Nvidia von 103,7 auf 57,7 Gigabyte pro Sekunde. Für aktuelle Spiele in hohen Auflösungen sollte die Leistung der 8800 GT aber dennoch vollkommen ausreichen. Die Größe des Grafikspeichers beträgt bei Nvidias Referenz-Modell 512 Megabyte (MByte).
Für den 8800 GTS zahlen Zocker moderate Preise.
Bild: Nvidia
Löst 8800 GTS ab
Der neue 8800 GT positioniert sich in der Chip-Reihe der GeForce 8 über dem schnellsten Mittelklasse-Chip GeForce 8600 GTS. Wie alle Karten der Geforce-8-Reihe beherrscht der 8800 GT Direct3D-10. Wem bisher die Leistung einer Mittelklasse-Karte nicht ausreichte, der musste zum 8800 GTS greifen. Mit Preisen von rund 260 Euro (320 MByte Grafikspeicher) beziehungsweise 330 Euro (640 MByte Grafikspeicher) war das jedoch ein eher teures Vergnügen. Der neue 8800 GT sollte ähnliche Leistungen wie der 8800 GTS liefern, zumal der 8800 GTS zwar eine mit 320 Bit schnellere Speicheranbindung, aber niedrigeren Taktraten bietet.
Grafikkarten mit dem neuen 8800 GT sollen ab sofort verfügbar sein und mit einer Speichergröße von 512 MByte rund 230 Euro kosten. Versionen mit Speichergrößen von 256 oder 768 MByte dürften später folgen.
Klaus Wiesen