Der Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone hat die Möglichkeit, seinen Anteil an der Festnetz-Tochter
Arcor deutlich aufzustocken. Die "WirtschaftsWoche" berichtet, das die Deutsche Bahn ihren Anteil verkaufen möchte - allerdings zu einem hohen Preis.
Hoher Preis
Die Bahn hält 18,17 Prozent an Arcor - weitere 8,18 Prozent liegen bei der Deutschen Bank - und erwartet für diesen Anteil insgesamt 649 Millionen Euro. Eine im Februar durchgeführte Wertanalyse habe ergeben, dass Arcor durch das Wachstum bei DSL-Anschlüssen inzwischen einen Gesamtwert von 3,57 Milliarden Euro habe, berichtet das Magazin unter Berufung auf vertrauliche Papiere unter dem Codenamen "Arcona" weiter. Im Jahr 2006 waren es nur 2,34 Milliarden Euro.
Während
Vodafone die Preisvorstellungen als zu hoch zurückweist, ist Bahn-Chef Hartmut Mehdorn offenbar zu Zugeständnissen bereit. Dafür müsse Arcor der Bahn aber Preisnachlässe gewähren. Die Bahn ist größter Kunde von Arcor und will das auch nach einem Verkauf bleiben.
Hayo Lücke