Als nach eigenen Angaben erster Hersteller bringt Dell einen Multimedia-Computer auf den Markt, der mit Microsofts SideShow Technolgie ausgerüstet ist. Der neue XPS 420 bietet ein besonderes Feature: Im Gehäuse des Rechner ist ein LC-Display eingebaut, das beispielsweise zur Anzeige der CPU Temperatur, Speicherauslastung oder zum Ansehen von Fotos dienen kann. Webcambilder können ebenfalls dargestellt werden. Angesteuert wird das Display mit Microsofts Sideshow Gadgets, welche in
Windows Vista integriert sind.
Fit für die Zukunft
Dell-typisch kann man den Rechner nach Herzenslust konfigurieren. In der einfachsten Version kostet das System 1399 Euro. Dafür bekommt der Kunde einen Intel Core 2 Quad Q6600 Prozessor mit 2,4 Gigahertz (GHz), zwei Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, zwei Festplatten mit je 320 GB, ein DVD-Laufwerk sowie eine GeForce 8800 GTX mit 768
Megabyte (MB) Speicher. Wer nicht auf den Euro schauen muss, kann sich auch für rund 1000 Euro mehr den Intel Core 2 Extreme Quad-Core mit 3,0 GHz gönnen. Für vergleichsweise günstige 40 Euro gibt es bei Dell auch gleich den doppelten Arbeitsspeicher. Zwei 750 GB große Festplatten können für 250 Euro geordert werden. Maximal kann das System bis zu zwei Terabyte (TB) verwalten. Auf der Website wirbt Dell mit optionaler ATI Grafik, einer AGEIA Physikbeschleunigerkarte sowie einem Blu-ray-Laufwerk, zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Komponenten aber noch nicht erhältlich
Videobearbeitung – kein Problem
Der neue Desktop von Dell mit
schickem Außendisplay. Bild: Dell.
Auf Wunsch verbaut Dell für 130 Euro außerdem eine Xcelerator-Karte, welche das Umkodieren von Musik und Videos spürbar beschleunigen soll. Der Hersteller gibt für die Konvertierung eines HD-Videos von MPEG2 zu MPEG4 bis zu 86 Prozent weniger Prozessorlast an, bei einer Zeitersparnis von 25 Prozent.
Der neue XPS eignet sich besonders für PC-Profis, die alles aus ihrem System herausholen möchten. Schon in der Grundausstattung bietet der XPS 420 eine sehr gute Leistung und ist in dieser Konfiguration dank der GeForce 8800 GTX absolut spieletauglich. Ist der PC nur zum Surfen und für Textverarbeitung gedacht, sollte die hohe Investition wohlüberlegt sein. Schließlich kostet Dells neuester Streich mindestens das Zwei- bis Dreifache eines Discount-PCs.
Marcel Petritz