Der norwegische Virenspezialist Norman gab am Donnerstag bekannt, eine Sicherheitslücke in den Programmen Adobe Reader sowie Adobe Acrobat entdeckt zu haben. Der Virus mit der Bezeichnung trojan PDF/Pidief.A versteckt sich in angehängten PDF-Dokumenten und landet so auf dem heimischen Rechner. Wer also in diesen Tagen in sein Postfach schaut, sollte besonders aufmerksam sein.
Warnung vor diesen Betreffzeilen
Norman warnt vor E-Mails mit diesen Betreffzeilen: INVOICE alacrity, INVOICE depredate und STATEMET indigene. Sollte dann noch eine der folgenden Dateien angehängt sein, ist höchste Vorsicht geboten: BILL.pdf, INVOICE.pdf, YOUR_BILL.pdf sowie STATEMET.pdf. Diese Aufzählung sollte allerdings nicht als vollständig angesehen werden. Generell gilt, nur PDF-Dateien zu öffnen, die von vertrauenswürdigen Absendern stammen.
Wird ein mit dem Virus infiziertes Dokument mit Adobe Reader oder mit Adobe Acrobat geöffnet, schaltet das Schadprogramm die windows-interne Firewall aus und lädt einen Trojaner auf den Rechner. Über diesen wiederum kann ein Angreifer schnell und einfach den Computer übernehmen.
Einmal Update bitte
Bis jetzt sind die Probleme nur mit dem Adobe Reader 8.1 und mit Adobe Acrobat 8.1 bekannt. Zum Glück hat der Hersteller schnell reagiert und Updates auf die Version 8.1.1 bereitgestellt, die die Sicherheitslücken schließen sollen. Die Patches lassen sich bequem über die programminterne Aktualisierungsfunktion einspielen. Die Sicherheitsexperten von Norman stufen den Schädling auf der Bedrohungsskala zwar nur im Mittelfeld ein, trotzdem wird den Anwendern ein Update dringend empfohlen.
Marcel Petritz