Um den Problemen auf die Spur zu kommen, habe
MoobiCent in den vergangenen Wochen unter anderem zahlreiche SIM-Karten von betroffenen Kunden ausgetauscht. Bei einem Großteil dieser Kunden hätten sich die Performance-Probleme anschließend eingestellt.
Sonderkündigungsrecht eingeräumt
Weder MoobiCent noch Victorvox mochten jedoch nähere Angaben dazu machen, welche Art von Problemen bei den restlichen Kunden auftreten. Jedoch sei man bemüht, "kulant mit Kunden umzugehen", so ein Victorvox-Mitarbeiter. In der Regel werde betroffenen Kunden die Möglichkeit eingeräumt, von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen, um vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen zu können. Jedoch müsse jeder Fall einzeln überprüft werden.
Ausdrücklich verwies MoobiCent-Geschäftsführer Eitel gegenüber unserer Redaktion darauf, dass keinesfalls alle MoobiCent-Kunden mit Problemen zu kämpfen hätten. "Weit über 90 Prozent unserer Kunden surfen zufrieden im Internet", so Eitel.
Vodafone sieht keine Netzprobleme
Bei Vodafone kann man die aufkeimenden Gerüchte, im ehemaligen D2-Netz komme es zu technischen Schwierigkeiten, nicht verstehen. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber onlinekosten.de, dass es nur in Einzelfällen vorkomme, dass nicht die volle Geschwindigkeit zur Verfügung stehe. Im gesamten Vodafone-Netz komme es derzeit aber weder zu Drosselungen der Geschwindigkeit, noch seien aktuell größere Netz- oder Kapazitätsprobleme bekannt.
Somit kann nur weiter gerätselt werden, welche Art von "technischen Problemen" tatsächlich dafür verantwortlich sind, dass viele MoobiCent-Kunden nur noch eingeschränkt über GPRS-Verbindungen im Internet surfen können. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Poweruser, die MoobiCent und Victorvox zweifelsohne viel Geld kosten, doch ausgebremst werden sollen – auch wenn es von offizieller Seite nicht bestätigt wird und so ein fader Beigeschmack bei dem sonst
attraktiven MoobiCent-Tarif bleibt.