Freitag, 26.10.2007 00:00

Rätsel um HSDPA-Drosselungen bei MoobiCent

aus den Bereichen Breitband, Mobilfunk
Von Hayo Lücke
Es war ein echter Knaller, als die RadiCens GmbH Ende April dieses Jahres mit einer echten HSDPA-Flatrate unter der Marke Moobicent an den Start ging. Für knapp 40 Euro im Monat kann unbegrenzt mit bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) über das UMTS-Netz von Vodafone im Internet gesurft werden. Regional sind sogar Verbindungen mit bis zu 7,2 Mbit/s möglich. Eine interessante Breitband-Alternative - unter anderem für all jene, die aus technischen Gründen kein DSL nutzen können.

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Technische Probleme bremsen

Aus diversen Leserhinweisen an unsere Redaktion geht jedoch hervor, dass es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Einschränkungen bei der Download-Geschwindigkeit kam. Auch in unserem Forum ist eine muntere Diskussion über die Engpässe bei der Performance ausgebrochen. In einem Gespräch mit onlinekosten.de versuchte RadiCens-Geschäftsführer Hans-Peter Eitel die Wogen zu glätten, räumte aber gleichzeitig ein, dass es derzeit bei einzelnen Kunden zu technischen Problemen kommen könne.

Die Vermarktung der HSDPA-Flatrate sei sehr erfolgreich angelaufen und liege sogar weit oberhalb dessen, was von Vertragspartner Victorvox, einer Marke aus dem Hause des Mobilfunkproviders Drillisch, erwartet worden sei. Zwar wollte Eitel keine genauen Kundenzahlen nennen, aus Branchenkreisen heißt es aber, dass die Schwelle von 100.000 Nutzern noch nicht überschritten worden sei.

Grundsätzlich habe man beobachten können, so Eitel, dass es an bestimmten Orten in Deutschland "zu einer Häufung in der Nutzung" von MoobiCent komme. "Tatsächlich ist dies unter anderem dort der Fall, wo keine DSL-Leitungen geschaltet werden können", so der MoobiCent-Chef.

Keine bewussten Drosselungen

Angesprochen auf die auftretenden Geschwindigkeitsprobleme erklärten sowohl MoobiCent als auch Vertragspartner Victorvox, dass es keinesfalls zu bewussten Drosselungen von so genannten Powerusern komme, die monatlich ein hohes Datenaufkommen generieren. Vielmehr seien technische Probleme für die Einbußen verantwortlich. "Wir sind derzeit mit Vodafone in der Diskussion, um das Problem zu identifizieren", heißt es seitens Victorvox.
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