Der japanische technologiekonzern Toshiba hat ein umfangreiches Geschäft eingefädelt. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, wird von Sony die Chipfabrik für den Cell-Prozessor und den Grafikchip RSX der
Playstation 3 übernommen. Der Kaufpreis soll etwa 606 Millionen Euro betragen.
Abspecken
Mit dem Verkauf an Toshiba dürfte Sony seinen Wunsch-Käufer gefunden haben. Schließlich ist Toshiba ein alter Bekannter: An der Entwicklung des Cell-Chips waren neben Sony und IBM auch Toshiba beteiligt. IBM soll derweil die Kerngröße des Cell-Chips auf 45 Nanometer schrumpfen, was die hohen Produktionskosten des leistungsstarken Cell-Chips senken soll. Der Cell-Chip ist das teuerste Bauteil der Playstation 3.
Mit dem Verkauf der Werke an Toshiba bemüht sich Sony-Chef Howard Stringer, unwirtschaftliche Geschäftzweige abzustoßen, damit sich Sony ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren kann. Denn bislang blieb nicht nur die Playstation 3 mit
niedrigen Verkaufszahlen, sondern auch der Cell-Prozessor hinter Sonys Erwartungen zurück.
Cell-Chip bislang nur in PS3
Bisher ist es den Japanern noch nicht gelungen, den schnellen Prozessor auch in anderen Geräten unterzubringen. Dabei kann der Chip mit acht parallel arbeitenden Kernen locker mit der Leistung aktueller Prozessoren der Konkurrenz mithalten. Dass Leistung jedoch nicht alles ist, wird Sony derzeit schmerzlich von Nintendo gezeigt: Mit der deutlich leistungsschwächeren, aber mit Bewegungs-Sensor intuitiveren Konsole
Wii nimmt die Gameboy-Schmiede Sony entscheidende Marktanteile im Konsolenmarkt ab.