Bei der Deutschen Telekom wird einem Zeitungsbericht zufolge weiter massiv an der Personalstruktur gefeilt. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sagte Telekom-Chef René Obermann, dass es bei seinem Unternehmen weiteren "Anpassungs- und Restrukturierungsbedarf" gebe. Bis zu 10.000 Stellen könnten jährlich wegfallen, berichtet die "Rheinische Post".
Mittelfristig solle die Zahl der deutschen Telekom-Beschäftigten von derzeit 154.000 auf unter 120.000 bis zum Jahr 2012 sinken. Entsprechende Planungen sollen vom Aufsichtsrat auf der nächsten Sitzung am 8. November beschlossen werden. Gleichzeitig werden 50.000 Beschäftigte der Telekom in die Tochtergesellschaft T-Service ausgelagert, wo sie zum gleichen Lohn statt 34 künftig 38 Stunden arbeiten müssen.
In den Abbau-Programmen seien acuh die verschiedenen Verkäufe enthalten, die der Telekom-Konzern für seine Töchter T-Systems und DeTe-Immobilien plant. So soll der deutsch-finnische Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks die Telekom-Tochter Vivento Technical Services mit ihren rund 2000 Beschäftigten übernehmen. Die Verhandlungen seien "weit fortgeschritten", schreibt die "Rheinische Post" unter Berufung auf einen Insider.
Hayo Lücke