Mit dem
Multimedia-Handy oder einer Notebook-Datenkarte Informationen aus dem Internet abzurufen, gehört heutzutage für immer mehr Personen zum Alltag. Doch nicht nur die reinen Nachrichten sind wichtig, auch die Geschwindigkeit, mit der die Bits und Bytes auf den Endgeräten landen, ist von großer Bedeutung. Und in Sachen Geschwindigkeit soll sich in den nächsten Jahren noch einiges tun.
Im Geschwindigkeitsrausch
Waren ursprünglich in GSM-Netzen Übertragungsraten von gerade einmal 9,6 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) möglich, steigerten sich die Download-Geschwindigkeiten über Technologien wie
GPRS (48 kbit/s),
EDGE (236 kbit/s),
UMTS (384 kbit/s) und
HSDPA auf aktuell bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). T-Mobile und Vodafone haben bereits damit begonnen, die eigenen UMTS-Netze flächendeckend mit HSDPA-Technik aufzurüsten, o2 beschränkt sich zunächst auf ausgewählte
Ballungsgebiete. Bei E-Plus wird zumindest über einen
HSDPA-Ausbau nachgedacht.
Mit bis zu 7,2 Mbit/s ist das Ende der Fahnenstange in der mobilen Datenübertragung aber noch lange nicht erreicht. Theoretisch sind über HSDPA Downstream-Geschwindigkeiten mit bis zu 14,4 Mbit/s möglich. Langfristig sollen über die Mobilfunknetze schrittweise bis zu 100 Mbit/s realisiert werden. Die Netzbetreiber versprechen sich davon steigende Umsätze. "Speed ist eine Killerapplikation", sagte beispielsweise Vodafone-Technikchef Hartmut Kremling auf einem Innovationsworkshop in Düsseldorf.
Hoher Marktanteil bei Datenkarten-Nutzung
"Zum Teil sind wir schon heute schneller als DSL", so Kremling weiter. Nicht ohne Stolz verwies er beiläufig darauf, dass Vodafone in Deutschland bei der Verbreitung von mobilen Datenkarten für das Notebook auf einen Marktanteil von 60 Prozent komme. Diese Marktmacht gilt es gegenüber der Konkurrenz, die zunehmend mit günstigen Flatrate-Paketen zu punkten versucht, zu verteidigen.