Der Breitband-Anbieter Hansenet hat nach der
Übernahme der AOL-Kunden im September vergangenen Jahres hunderte Hotspots abgeschaltet. Die Kunden, die für rund fünf Euro pro Monat eine Flatrate für die WLAN-Nutzung gebucht hatten, wurden darüber allerdings nicht informiert.
Rückerstattung der Gebühr
Hansenet hatte die rund 330 AOL-Hotspots in Cafés, Restaurants und anderen öffentlichen Orten bereits zum 1. Juli dieses Jahres abgeschaltet, ohne ein Wort darüber zu verlieren. Stattdessen bezahlte die Kundschaft noch im Oktober weiter für die Hotspot-Flatrate, obwohl diese schon gar nicht mehr genutzt werden konnte. Insgesamt sind laut Provider 200 Nutzer betroffen. Auf Nachfrage von onlinekosten.de gab Hansenet an, dass man diesen "Kommunikationsfehler" bedauere und die Kunden mittlerweile per E-Mail informiert habe. Die zuviel gezahlten Gebühren werden demnach erstattet. Als Grund für die Aufgabe der Hotspots nannte Hansenet, dass man einen solchen Service flächendeckend anbieten wolle. Aufgrund hoher Investitionskosten und der geringen Kundenzahl, die sich für die WLAN-Nutzung interessiert habe, sei dies jedoch nicht konkurrenzfähig.
Im September sorgte
Alice ebenfalls mit unzufriedenen Kunden für Schlagzeilen. So gab es
Probleme bei der Umschaltung der AOL-Schmalbandkunden, von denen viele mit ihrem Modem nicht mehr auf das Internet zugreifen konnten. Rund eine viertel Million Nutzer war deshalb laut einem Hansenet-Manager, der früher bei AOL beschäftigt war, bereits zur Konkurrenz gewechselt.